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München - Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff behauptet, dass Red Bull diese Saison das schnellere Auto haben könnte. Berater Helmut Marko antwortet bei SPORT1.

Psychospielchen der Silbernen oder realistische Einschätzung?

Knapp drei Wochen vor Beginn der einzigen Testfahrten vor der Formel-1-Saison in Bahrain hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff die Befürchtung, dass die Dominanz seines Teams (sieben WM-Titel in Folge seit 2014) vorbei sein könnte. Der 49-Jährige traut besonders Red Bull und Aston Martin mit Sebastian Vettel zu, schneller zu sein als das eigene Team. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Wolff sagte am Montag: "Einschneidend in der Technik ist die Veränderung am Unterboden, von dem ein Teil herausgeschnitten wird. Das erzwang ein Umdenken im gesamten Konzept. Deshalb können wir nicht ausschließen, dass Red Bull Racing oder Aston Martin mit einer besseren Lösung auftauchen werden."

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Besonders Red Bull hatte der Österreicher schon vor der heutigen Präsentation des neuen Boliden RB16B auf dem Zettel. "Sie hatten schon im vergangenen Jahr ein unglaubliches Auto", erklärte er (Die Autos der Formel 1 2021: Termine und Zeitplan der Präsentationen).

Denkt Wolff das tatsächlich oder ist das ein Tiefstapel-Bluff? Und was sagt das Team von Max Verstappen und Sergio Perez dazu? SPORT1 hat nachgefragt beim mächtigen Chefberater Helmut Marko.

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Marko stichelt gegen Mercedes

Der 77-Jährige muss schmunzeln über Wolffs Worte. "Im Moment wird nicht gefahren, also muss man da mit Worten für Spannung sorgen", sagt Marko zu SPORT1: "Wir hoffen zwar ganz vorne mitfahren zu können, aber Mercedes ist klarer Favorit. Seit der Hybridära 2014 haben sie schließlich alle Titel gewonnen. Und was Aston Martin betrifft: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Aston Martin ein völlig anderes Heck als der Mercedes hat. Das hat uns die Vergangenheit ja gelehrt."

Marko bezieht sich auf den Aston Martin von 2020 (damals noch Racing Point), der im Prinzip ein Klon des Mercedes von 2019 war. Der Red-Bull-Doc wird bei den dreitägigen Testfahrten, die am 12. März beginnen, vor Ort sein. Und vermutlich bis zum Saisonstart am 28. März dort bleiben.

Marko: "Das ist im Moment der Plan. Es gibt nach den F1-Tests ja auch Formel-2-Testtage, die man sich anschauen kann. Es ist sowieso das Beste so lange wie möglich in der Blase zu bleiben. Das minimiert das Risiko angesteckt zu werden erheblich." 

Der Grazer fängt jetzt schon an, die erste Saisonhälfte zu planen. "Im Gegensatz zu anderen Meldungen habe ich die Informationen, dass der Große Preis von Portugal stattfinden wird", stellt Marko klar. Soll heißen: Nach dem Saisonstart am 28. März in Bahrain fährt die Königsklasse am 18. April in Imola und dann am 2. Mai in Portimao. Auch die folgenden Rennen in Barcelona und Monaco sollen sicher sein. (Rennkalender der Formel 1 2021)

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