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Das Lechner-Team hatte am Samstag in der Eifel alles im Griff: Andlauer siegte
Das Lechner-Team hatte am Samstag in der Eifel alles im Griff: Andlauer siegte © Porsche Motorsport
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Julien Andlauer baut mit Sieg am Nürburgring-Samstag seine Gesamtführung im Porsche-Carrera-Cup Deutschland aus - Drei Lechner-Piloten auf dem Podium

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Auf dem Nürburgring hat Lechner-Pilot Julien Andlauer seine Führung in der Meisterschaft im Porsche-Carrera-Cup Deutschland ausgebaut. Der Franzose siegte am Samstag beim elften Lauf der Saison. Teamkollege Dylan Pereira fuhr auf den zweiten Platz. Andlauers schärfster Verfolger in der Gesamtwertung, der ebenfalls für das Lechner-Team an den Start gehende Michael Ammermüller, belegte den dritten Platz.

"Anfangs war es nicht einfach, die Reifen auf dem feuchten Asphalt auf die richtige Temperatur zu bekommen", so Andlauer. "Danach lief es gut für mich, bis ich bei der Fahrt über einen Randstein leider die Frontlippe meines Autos verloren habe. Das war ein großer Nachteil für mich. Umso glücklicher bin ich, dass ich mich trotzdem bis zum Schluss verteidigen konnte."

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Andlauer stand bei Außentemperaturen von 16 Grad Celsius und leichtem Nieselregen über das gesamte Rennen unter Druck von seinen Verfolgern. Der 20-jährige Franzose setzte sich nach dem Start von der Pole-Position an die Spitze, doch eine frühe Safety-Car-Phase hielt das 30 Fahrer große Feld eng zusammen.

Nach dem Restart verteidigte Andlauer die Spitzenposition, aber Ammermüller suchte immer wieder nach einer Überholmöglichkeit. Nachdem das Safety-Car in der neunten Runde erneut auf die Strecke musste, entwickelte sich zwischen Andlauer, Ammermüller und Pereira ein Dreikampf um den Sieg.

Während Ammermüller geduldig auf den richtigen Moment wartete, zog Pereira in Runde 14 am Routinier vorbei. Ein weiteres Überholmanöver gelang dem Luxemburger allerdings nicht mehr. Andlauer jubelte mit 0,358 Sekunden Vorsprung über seinen dritten Saisonsieg. Für Pereira ist es trotzdem die dritte Podiumsplatzierung in Folge. "Natürlich ist es etwas enttäuschend, dass ich nicht gewonnen habe. Trotzdem ist es für die Meisterschaft ein super Ergebnis für mich", so der Zweitplatzierte.

Ammermüller fuhr schließlich als Dritter über die Ziellinie, zeigt sich nach dem Rennen aber nicht zufrieden: "Ich war schneller als Julien Andlauer. Allerdings hat Dylan Pereira immer mehr Druck gemacht und ich musste mich härter verteidigen. Das wurde mir mit Blick auf die Gesamtwertung zu riskant und ich habe ihn vorbeigelassen. Bei meinem Konter kurz darauf hat er mich geblockt und unsere Fahrzeuge haben sich berührt."

Sein bestes Saisonergebnis gelang in der Eifel Toni Wolf (Car Collection), der sich vor Jaap van Lagen (Förch) den vierten Platz sicherte. Die weiteren Plätze belegten Joey Mawson (Cartech), David Kolkmann (Black Falcon) und Jean-Baptiste Simmenauer (Lechner).

Porsche-Junior Jaxon Evans (Project 1) startete von der zwölften Position und konnte sich im Rennen um einen Platz verbessern. "Von Anfang bis Ende gab es richtig intensive Positionskämpfe im Mittelfeld. Die Duelle haben großen Spaß gemacht, aber das Ergebnis ist natürlich nicht so gut wie erhofft", so der Neuseeländer.

In der Amateur-Klasse fuhr Stefan Rehkopf für das Huber-Team auf Platz eins. Durch den fünften Saisonsieg ist der Pilot aus Göttingen neuer Tabellenführer in seiner Wertungsklasse. In der Gesamtwertung des Porsche-Carrera-Cup Deutschland führt derweil Andlauer nach elf Rennen mit 172,5 Punkten. Teamkollege Ammermüller ist mit 154 Zählern Zweiter. Larry ten Voorde (Overdrive) steht als Dritter bei 141 Punkten.

© Motorsport-Total.com

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