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Mit fünf von sechs Bestzeiten zeigte Sebastien Ogier eine souveräne Leistung
Mit fünf von sechs Bestzeiten zeigte Sebastien Ogier eine souveräne Leistung © Volkswagen
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Weltmeister Sebastien Ogier kontrolliert die erste Etappe der Rallye Großbritannien und ist in Führung - Der Brite Kris Meeke (Citroen) liegt als Zweiter in Schlagdistanz

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Nach seinem Schnitzer bei der Rallye Spanien präsentierte sich Sebastien Ogier am ersten Tag der Rallye Großbritannien weltmeisterlich. Der Volkswagen-Werksfahrer stellte in fünf der sechs Wertungsprüfungen am Freitag die Bestzeiten auf und übernachtet nach der ersten Etappe als Führender. Allerdings kann sich Ogier nicht in Sicherheit wiegen, denn Kris Meeke übte Druck aus. In WP4 stellte der Brite die Bestzeit auf, Ogier konnte aber anschließend noch kontern. Somit führt Ogier nach dem Freitag mit 13,5 Sekunden vor dem Citroen-Piloten.

Da die Schotterstraßen in Wales aufgrund der starken Regenfälle in den vergangenen Tagen sehr weich und matschig waren, war diesmal die erste Startposition ein kleiner Vorteil. "Ich bin zufrieden, dass ich den Tag problemlos beendet habe", nickt Weltmeister Ogier zufrieden. "Kris fährt gut und es wird nicht einfach werden, diese Rallye zu gewinnen." Da alle WM-Wertungen schon länger entschieden sind, ist die Rallye Großbritannien ein Schaulaufen.

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Meeke zeigte eine starke Performance, denkt aber nicht an den Sieg. Für den Briten, der noch um seine Zukunft fährt, ist ein solides Topergebnis mit Blick auf die Marken-WM wichtig. Citroen hat lediglich vier Punkte Vorsprung vor Hyundai. Es geht hinter Champion Volkswagen um den zweiten Platz. "Er ist hier so stark. Ich wusste, dass ich etwas Zeit verlieren würde", meint Meeke über das Duell mit Ogier. "Okay, er ist nicht mein Ziel, aber es ist schön, vorne mitkämpfen zu können."

Auf dem dritten Platz übernachtet Andreas Mikkelsen (Volkswagen), der 31,4 Sekunden hinter der Spitze liegt. Da der Norweger am Donnerstag den Shakedown auslassen musste, tastete er sich heute an die schlammigen Straßen heran. Mikkelsen machte keinen Fehler und wurde mit Rang drei belohnt. Dagegen warf Teamkollege Jari-Matti Latvala seinen Polo schon in WP2 in den Straßengraben und musste enttäuscht aufgeben.

Citroen-Pilot Mads Östberg absolvierte einen soliden Tag und hält den vierten Rang. Trotz eines Drehers ist Routinier Dani Sordo als Fünfter der beste Hyundai-Mann. Bei Hayden Paddon fiel am Nachmittag die Hydraulik aus und der Neuseeländer versuchte nur noch seinen Boliden über die Distanz zu bringen. Trotzdem ist Paddon Siebter. Einen rabenschwarzen Tag erwischte einmal mehr Thierry Neuville, der sich schon in WP3 links hinten ein Rad abriss. Sein i20 wurde per Abschleppwagen in den Service-Park nach Deeside gebracht.

Das M-Sport-Team erlebte ebenfalls keinen erfolgreichen Tag bei der Heimrallye. Ott Tänak tat sich schwer seinen Speed zu finden und ist mit eineinhalb Minuten Rückstand Sechster. Elfyn Evans kostete ein Reifenschaden in WP4 viel Zeit. Als Achter befindet sich der Waliser noch in den WM-Punkten. Einen Reifenschaden und einen überhitzten Motor nach einem Unfall gab es bei Robert Kubica. Insgesamt kosteten den privaten Ford-Piloten die Schwierigkeiten über vier Minuten, womit der Pole außerhalb der Punkteränge ist.

Der morgige Samstag umfasst insgesamt neun Prüfungen und ist die längste Etappe des diesjährigen Rallye-Klassikers. Die WRC-Asse müssen morgen 142,28 gezeitete Kilometer zurücklegen.

© Motorsport-Total.com

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