Aus der Traum für Jan Schmidt. Bei den European Darts Open in Leverkusen trug ihn die Welle bis ins Achtelfinale, dort war dann allerdings Schluss gegen einen deutlich überlegenen James Wade. Die große deutsche Sensation verlor am Ende mit 6:2 in den Legs.
Legende beendet deutsche Darts-Sensation
Deutscher Sensationslauf gestoppt
Dabei hatte der gebürtige Herforder gleich zu Beginn deutlich gemacht, dass er sich keinesfalls hinter seiner Außenseiterrolle verstecken würde. Im ersten Leg breakte er die Nummer sechs der Welt zur Begrüßung mit einem 152er-Highfinish und ging in Führung.
Jan Schmidt begeistert die Darts-Fans
Ab da sollten sich allerdings doch die vorgezeichneten Machtverhältnisse offenbaren. Der Engländer zog sein Scoring etwas an und sicherte sich ohne große Mühen die nächsten fünf Legs in Serie.
Vielleicht auch etwas zu mühelos, denn im nächsten Durchgang ließ er direkt sieben Matchdarts liegen und nach reichlich Double-Trouble konnte „Lightning“, der mit 21 Jahren erst sein zweites PDC-Europe-Turnier spielte, schließlich noch auf 5:2 verkürzen.
Die große Aufholjagd wie in der ersten Runde, wo er ebenfalls mit 1:5 hintenlag, blieb aber aus. Wade checkte mit dem insgesamt elften Matchdart doch noch und gewann das Achtelfinale schlussendlich ungefährdet. Im Viertelfinale wartet am Abend der Pole Sebastian Bialecki.
Für Schmidt endet damit eine dennoch beeindruckende Reise vor heimischem Publikum. In den vorigen Runden betrieb er mit Siegen gegen Cameron Menzies (Platz 27 Order of Merit) und Mike De Decker (16) bereits mächtig Eigenwerbung. Selbst rangiert er auf Platz 176. Nach dem Ausscheiden von Martin Schindler und Niko Springer am Vorabend war Schmidt der letzte deutsche Vertreter im Feld.
Den Sieg schnappte sich Krzysztof Ratajski, der sich im Finale mit 8:6 gegen Jermaine Wattimena durchsetzte.