Bald fliegen wieder die Pfeile im Ally Pally! Ab dem 15. Dezember (LIVE AUF SPORT1) bis zum 3. Januar findet im Londoner Alexandra Palace die 31. Ausgabe der PDC Darts-WM statt.
Eine WM-Premiere und ein Lokalmatador - die Exoten der Darts-WM 2024
Die Exoten der Darts-WM
Insgesamt 96 Spieler kämpfen um den wichtigsten Titel im Dartsport, darunter befinden sich mit Martin Schindler, Gabriel Clemens, Florian Hempel, Ricardo Pietreczko und Dragutin Horvat fünf Deutsche. Auch die zahlreichen Superstars um Titelverteidiger Michael Smith, Gerwyn Price, Michael van Gerwen oder Peter Wright sind in London mit von der Partie - genauso wie zahlreiche bis dahin noch unbekanntere Spieler, die der breiten Masse noch kein Begriff sein dürften.
SPORT1 beleuchtet einzelne „Exoten“ der Darts-WM 2024.
Thibault Tricole (Frankreich)
Premiere bei der Darts-WM! Thibault Tricole ist der erste Franzose, der sich für die PDC Darts Weltmeisterschaft im Londoner Ally Pally qualifizieren konnte. Der 34-Jährige, der unter seinem Nickname „The French Touch“ auflaufen wird, qualifizierte sich über das westeuropäische Qualifikationsturnier in Kalkar für die WM.
Seit vergangenem Jahr gewinnt der Dartsport in Frankreich immer mehr an Bedeutung, was auch an Tricole liegt. Der 34-Jährige erreichte 2022 das Finale der World Darts Championship Finals in Lakeside, während sein Landsmann Jacques Labre in diesem Jahr als erster französischer Spieler eine PDC Tour Card bei der Q-School gewinnen konnte.
Seine WM-Premiere feiert Tricole am 18. Dezember im Duell mit dem Belgier Mario Vandenbogaerde.
Norman Madhoo (Guyana)
Ein ebenfalls sehr interessanter Teilnehmer bei der Darts-WM 2024: Norman Madhoo aus dem südamerikanischen Staat Guyana.
Für den 59-Jährigen, der im Dartsport unter seinem Spitznamen „Stormin Norm“ antritt, ist es nach 2004, 2010 und 2011 die vierte WM-Teilnahme. Über die erste Runde kam er allerdings noch nicht heraus.
Madhoo qualifizierte sich im Oktober als Sieger der PDC Latin America and Caribbean Tour für die Weltmeisterschaft und trifft am 17. Dezember auf den walisischen Profi Jim Williams.
Man Lok Leung (Hongkong)
Ihn sollte man definitiv auf dem Schirm haben: Man Lok Leung, in der Darts-Welt unter seinem Spitznamen „Hugo“ bekannt, ist der wohl talentierteste asiatische Dartspieler, der sich in den vergangenen Jahren bereits einen Namen in der Szene gemacht hat.
Der 24-Jährige tritt nun dabei erstmals bei der PDC Darts-WM in London an, nachdem er Ende Juli seinen dritten Sieg auf der Asian Tour feiern konnte und somit als Fünftplatzierter erstmals ins WM-Teilnehmerfeld aufrückte.
Seinen letzten Erfolg feierte er im Oktober, als Leung in Malaysia sowohl die Malaysian Open als auch die Johor Open der WDF (World Darts Federation) gewinnen konnte.
Sein Auftakt-Programm ist allerdings alles andere als einfach. Der 24-Jährige trifft in der ersten Runde am 18. Dezember auf Gian van Veen, der als Top-Talent gilt.
Der Niederländer war Finalist der Junioren-Weltmeisterschaft und hatte es in diesem Jahr bei der Europameisterschaft bis ins Halbfinale geschafft - und dabei sogar Superstar Michael van Gerwen aus dem Weg geräumt.
Ebenfalls erwähnenswert: Der Sieger der Begegnung zwischen van Veen und Leung bekommt es in Runde zwei mit dem deutschen Aushängeschild Gabriel Clemens zu tun!
Haupai Puha (Neuseeland)
Ein echter Spätstarter im Dartsport ist der Neuseeländer Haupai Puha. Der 38-Jährige begann erst 2016 mit dem Darts spielen und ist seitdem nahezu ausschließlich in seiner Heimat aktiv.
Dennoch konnte „Hopes“ bereits 2021 seine WM-Premiere im Alexandra Palace feiern, musste sich jedoch Mickey Mansell mit 0:3 geschlagen geben.
Nach dem Gewinn der DPA Oceanic Masters 2023 hat sich der 38-Jährige nun auch für die diesjährige WM-Ausgabe qualifizieren können - und trifft in Runde eins auf den Engländer Martin Lukeman (18. Dezember).
Bei den Queensland Darts Masters 2022 feierte Puha seinen bislang größten Erfolg. Der Neuseeländer räumte unter anderem Jonny Clayton aus dem Weg und zog bis ins Viertelfinale ein, wo er sich schließlich van Gerwen geschlagen geben musste.
Bhav Patel (Indien)
Ein echtes Heimspiel bei der Darts-WM hat der gebürtige Londoner Bhav Patel, der in internationalen Wettbewerben allerdings für Indien antritt. Der 33-Jährige mit indischen Wurzeln lebt bereits sein ganzes Leben in der englischen Metropole und begann erst in diesem Jahr, regelmäßig bei Turnieren mitzuspielen.
Patel qualifizierte sich nun erstmals für die Weltmeisterschaft - wenn auch nur als Nachrücker für den gesperrten indischen Profi Prakash Jiwa, der in eine Spielmanipulation verwickelt sein soll.
Dass Patel überhaupt als Nachrücker in Frage kommen konnte, genügte dem gebürtigen Londoner ein überschaubares Niveau in der Qualifikation. Der beste Gegner des 33-Jährigen spielte lediglich einen Average von knapp 67 Punkten.
Auf der WM-Bühne im Ally Pally wird Patel ein völlig anderes Leistungsniveau zeigen müssen, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Am 20. Dezember wartet der Ire William O‘Connor.