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Darts: Springer offenbart Tief nach WM-Aus: "Natürlich war es ein Schock"

Springer offenbart Tief nach WM-Aus

Niko Springer scheitert bei der Darts-WM in der ersten Runde. Einige Wochen nach dem Turnier erklärt der deutsche Hoffnungsträger das bittere Ende eines erfolgreichen Jahres.
Niko Springer bereitet seine zweite WM im Alexandra Palace. Im SPORT1-Interview verrät er, wie er mit dem großen Druck umgeht.
Niko Springer scheitert bei der Darts-WM in der ersten Runde. Einige Wochen nach dem Turnier erklärt der deutsche Hoffnungsträger das bittere Ende eines erfolgreichen Jahres.

Emotionaler Einblick von Niko Springer! Die deutsche Darts-Hoffnung hat in einem Interview zwar auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurückgeblickt, aber zugleich zum überraschenden Erstrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft im Dezember Stellung bezogen.

Springer gewann als erst vierter Deutscher einen Titel auf der European Darts Tour. Entsprechend groß waren die Erwartungen an den „Meenzer Bub“ bei der Darts-WM 2026.

„Habe nach der WM ein kleines Tief gehabt“

Doch auch bei seiner zweiten Teilnahme am größten Turnier des Jahres folgte nach der 1:3-Niederlage in Sätzen gegen Joe Comito das Aus in der ersten Runde. Nach einigen Wochen Abstand hat Springer im Gespräch mit dem Wiesbadener Kurier nun auf das Turnier im legendären Alexandra Palace in London zurückgeblickt.

„Tatsächlich verlief der Start ins neue Jahr etwas schleppend. Ich habe nach der WM ein kleines Tief gehabt. Natürlich war es ein Schock. Die Vorbereitung auf die WM lief ganz okay“, offenbarte Springer seine Enttäuschung darüber, dass er das klare Ziel, die erste Runde zu überleben, verpasst hat, und meinte: „Ich wollte eine Weile nichts mit Pfeilen zu tun haben und habe sieben, acht Tage lang keine Pfeile angerührt.“

Trauerfall vor Erstrundenduell

Das erste Training mit seinem Bruder Felix, der sich 2025 bereits für ein European-Tour-Event qualifizieren konnte, brach Springer ab und entschied sich anschließend für einen spontanen Urlaub in Frankreich.

Zu den wahren Gründen für das frühe Aus habe auch eine mentale Belastung bei Springer gehört. „Eine Stunde vor dem Spiel sprach ich mit meinem Manager Michael Gschwindt über meinen verstorbenen Hund. Das hat mich mehr getroffen, als ich dachte. Nicht bewusst, aber unbewusst spielte es definitiv eine Rolle“, erklärte Springer. Eine Entschuldigung für sein Abschneiden sei dies jedoch nicht.

Zusätzlich dazu hatte die Nummer 54 der PDC Order of Merit auch mit dem Erwartungsdruck bei der WM zu kämpfen. „Im Practice Room vor dem Spiel lief es schon nicht gut. Dazu ist jeder davon ausgegangen, dass ich gewinne“, sagte Springer.

Im Duell gegen Comito sei es schließlich zu einem Tiefpunkt gekommen. „Auf der Bühne war ich dann komplett überfordert. Ich kannte das nicht von mir und hoffe, dass ich das nie wieder erlebe“, blickte der 25-Jährige zurück. Besonders mit Blick auf den vielversprechenden Turnierbaum habe die Niederlage sehr geschmerzt.

Inzwischen richtet sich der Blick von Springer jedoch voll fokussiert auf die Aufgaben im Jahr 2026. „Mein Scoring war damals besser. Aktuell bin ich zufrieden“, analysierte Springer seine Trainingsleistungen und erinnerte sich an eine besonders motivierende Szene: „Mein Manager kam rein und sagte: ‚Niko, du lächelst wieder.‘ Das gibt mir Mut.“