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Europa staunt über deutsche Teams

Europa staunt über deutsche Teams

Der EHC Red Bull München und die Adler Mannheim überzeugen in der CHL. Das spricht sich auch in Europa um. Nun peilen die DEL-Teams ihre nächsten Coups an.
Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft erstmals seit sechs Jahren den Deutschland Cup gewonnen. Dabei machten einige Spieler auf sich aufmerksam.
Stefan Schnürle
Stefan Schnürle
von Stefan Schnürle

Erst die beeindruckenden Auftritte der deutschen Teams in der Vorrunde der Champions Hockey League, dann der erste Triumph des DEB-Teams beim Deutschland Cup seit 2015.

Keine Frage, das deutsche Eishockey befindet sich auf dem Vormarsch, was auch dem Rest von Europa nicht verborgen geblieben ist. (CHL: Adler Mannheim - Frölunda Göteborg, Dienstag ab 19.25 Uhr LIVE im TV und Stream)

Mit 6:1 hatte München die Schweizer vom Eis gefegt - auswärts! Ähnlich klar siegte das DEB-Team gegen die Eisgenossen beim Deutschland Cup jüngst, 3:0 hieß es am Ende.

München fordert nächstes Team aus der Schweiz heraus

Nun soll für den EHC der Trend gegen Schweizer Teams fortgesetzt werden, denn im CHL-Achtelfinale am Dienstag müssen die Münchner im Hinspiel bei HC Fribourg Gotterón an. (CHL: HC Fribourg Gotterón - EHC Red Bull München ab 20 Uhr im LIVESTREAM)

Das Team belegt aktuell Platz zwei in der Schweiz, die Münchner Rang 2 in der PENNY DEL. Kein Wunder, dass sogar die CHL selbst von einer der interessantesten Begegnungen im Achtelfinale spricht.

Beide Teams waren in der Saison 2016/2017 bereits in der Vorrunde aufeinandergetroffen. Damals gewannen die Schweizer einmal mit 3:0 und das andere Mal die Münchner mit 3:1.

Der EHC Red Bull München löst am letzten Spieltag der CHL-Gruppenphase mit einem Gala-Auftritt beim EV Zug das Achtelfinal-Ticket.
03:43
Schützenfest! München nach Gala-Auftritt im Achtelfinale

In dieser Saison machte Fribourg bisher einen etwas stärkeren Eindruck. Als erstes Team überhaupt schlossen sie die Vorrunde mit der perfekten Bilanz von 18 Punkten und der Differenz von +18 Toren ab.

EHC-Kapitän Hager: Bilanz gegen Schweizer macht Mut

Doch die jüngsten Duelle mit Schweizer Teams machen Münchens Kapitän Patrick Hager Mut.

„Wir haben bewiesen, dass wir Mannschaften aus der Schweiz schlagen können und nehmen uns das auch für das Achtelfinale vor“, wird Hager auf der EHC-Homepage zitiert.

Zudem haben die Münchner in der K.o.-Phase mehr Erfahrung und erreichten 2018/2019 sogar das Finale, während die Schweizer bisher maximal ins Halbfinale kamen.

Beide Teams wurden in ihren erfolgreichsten CHL-Jahren dabei von einem Team gestoppt, Frölunda Indians - den Dominatoren der Champions Hockey League.

Adler Mannheim vor Herkulesaufgabe in der CHL

Die Schweden haben in sechs Jahren den Titel viermal gewonnen und errichten ein weiteres Mal das Finale. In dieser Saison peilen sie sogar den Titel-Hattrick in der CHL an.

Das macht klar, was für eine Herkulesaufgabe den Adler Mannheim im Achtelfinale bevorsteht. (CHL: Adler Mannheim - Frölunda Göteborg, Dienstag ab 19.25 Uhr LIVE im TV und Stream)

Die Ausgangslage ist zudem denkbar ungünstig: Nach Matthias Plachta, der bereits vor dem Deutschland Cup positiv getestet worden war, fehlen Corona-bedingt sieben weitere Stammkräfte.

Neben Coach Pavel Gross stehen dabei diverse Leistungsträger wie Sinan Akdag, Marc Katic. Andrew Desjardins oder David Wolf unter Quarantäne.

Adler wollen Favorit Frölunda heißen Kampf liefern

Trotz des dünnen Kaders - mit Ruslan Iskhakov fehlt ein weiterer Spieler verletzt - wollen die Adler den Schweden einen heißen Kampf liefern.

„Wir haben gute Charaktere in der Kabine, und die Jungs, die spielen können, werden alles versuchen, um Frölunda das Leben so schwer wie möglich zu machen“, kündigte Mike Pellegrims an, der zusammen mit Klub-Ikone Marcel Goc das Team betreuen wird.

Für die Adler Mannheim ging es beim HC Lausanne um Rang eins der Gruppe. Die Adler waren  allerdings schon vor der Partie für das Achtelfinale qualifiziert.
02:36
Traum-Kombinationen! Lausanne zaubert in Mannheim

Eine gute Nachricht gibt es aus Mannheim: Die robusten Verteidiger Denis Reul und Ilari Melart kehren ins Team zurück und werden sich dem Ansturm der Schweden entgegenstellen.

Der souveräne DEL-Tabellenführer will sich vor Frölunda aber nicht verstecken. Die Brust der deutschen Teams ist nach den Erfolgen zuletzt breiter geworden - und der Respekt der Gegner größer.

Schweden mit großem Respekt vor Mannheim

So wird der Analytiker von Frölunda, Erik Lignell, auf der Homepage des Klubs folgendermaßen zitiert: „Die Adler sind ein Spitzenteam in Deutschland und es ist leicht zu erkennen, warum.“

Lignell erwartet deshalb „ein schweres Spiel“. „Es ist eine fleißige und zähe Mannschaft. Wir müssen den Kampf annehmen und das Spiel nach unseren Vorstellungen gestalten“, sagte der Schwede.

Ungeachtet des Ausgangs des Duells: Es spricht bereits für sich, dass eines der besten Teams Europas einem deutschen Team so viel Respekt entgegenbringt.

Bei einem Erfolg der Adler würden demnächst wohl nicht nur die Schweizer, sondern ganz Europa das deutsche Eishockey wieder fürchten.

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