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Eishockey: DEB von Söderholm-Aus überrascht - so läuft die Suche nach dem Nachfolger

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Eishockey: DEB von Söderholm-Aus überrascht - so läuft die Suche nach dem Nachfolger

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DEB sucht Söderholm-Nachfolger

Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm löst seinen Vertrag auf und geht in die Schweiz. Bei SPORT1 spricht DEB-Vize-Präsident Andreas Niederberger über die Trennung und die Suche nach einem Nachfolger.
Jetzt ist es fix: Toni Söderholm wirft überraschend nach vier Jahren als Eishockey-Bundestrainer hin und wechselt zum Schweizer Spitzenklub SC Bern.
Tobias Wiltschek
Tobias Wiltschek
Sebastian Mühlenhof
Sebastian Mühlenhof

Es war ein Schock für das deutsche Eishockey.

Toni Söderholm gibt seinen Job als Bundestrainer auf. Das verkündete der Deutsche Eishockey-Bund am Mittwoch.

Nach vier Jahren als Chef der deutschen Nationalmannschaft übernimmt der Finne den Trainerposten beim Schweizer Top-Team SC Bern.

Die Verantwortlichen beim DEB traf die Entscheidung ohne Vorwarnung. „Wir haben uns nicht damit auseinandergesetzt, weil der Toni bei uns im Sommer einen Vierjahresvertrag abgeschlossen hatte. Wir sind davon ausgegangen, dass er den Vertrag auch erfüllt“, erklärte DEB-Vize-Präsident Andreas Niederberger bei SPORT1.

So lief das Söderholm-Aus

Noch am vergangenen Wochenende hatte Söderholm das deutsche Team zur Titelverteidigung im Deutschland Cup geführt.

In Krefeld gab es einen knappen Erfolg gegen Dänemark in der Verlängerung. Gegen Österreich und die Slowakei gab es jeweils klare 3:0-Siege.

Entgegen anders lautenden Gerüchten sei sein Abgang im Turnierverlauf „kein Thema“ gewesen. „Er ist erst am späten Sonntagabend auf uns zugekommen“, schilderte Niederberger den Ablauf.

Deswegen findet er auch die Aussage, dass der Bundestrainer vor dem letzten Spiel hinschmeißen wollte, „aus der Luft gegriffen“. Denn: „Ich kann mir keinen Trainer der Welt vorstellen, der eine Mannschaft hat, die so toll auftritt, und dann nach zwei Spielen hinschmeißt.“

DEB sucht den Söderholm-Nachfolger

So oder so: Die Lücke, die Söderholm hinterlässt, ist groß. 2018 hatte er die Nachfolge des Olympia-Silbermedaillengewinners Marco Sturm angetreten, das deutsche Team bei der WM in Finnland mit der besten Vorrunde der Geschichte ins Viertelfinale geführt.

Beim DEB beginnt nun die Suche nach einem Nachfolger. „Damit beschäftigen wir uns erst ab Donnerstag“, erläuterte Niederberger: „Wir werden ein Anforderungsprofil erstellen, primär Sportdirektor Christian Künast, ich und auch das gesamte Präsidium. Dann werden wir in aller Ruhe evaluieren und danach die Entscheidung treffen.“

Das Ziel sei, „den besten Trainer zu bekommen, den wir kriegen können.“ Wer dies sein könnte, wollte Niederberger nicht kommentieren.

Ob eine verbandsinterne Lösung wie U20-Coach Tobias Abstreiter oder eine externe, ob ein freier Trainer oder einer, der aus dem Vertrag herausgekauft werden müsste, ob ein Hauptbundestrainer oder ein Klubcoach in Doppelfunktion, ob ein deutscher oder internationaler Fachmann: Im Moment ist alles denkbar.

Stressen lassen wollen sich die Verantwortlichen nicht. Schließlich steht die WM erst im April 2023 an. „Wir machen das in aller Ruhe, wir haben keinerlei Druck. Es war nach Marco Sturm ähnlich. Das war auch um diese Jahreszeit“, erinnert Niederberger und fügt hinzu: „Da hat der DEB auch eine hervorragende Lösung gefunden.“