HS: Legendary Card-Watch #4

HS: Legendary Card-Watch #4

Mit "Todessprecher Schwarzdorn" kommt ein ganz besonderer Legendary in das Spiel. Ist er Blizzards Versuch ein richtiges Control-Demon-Hunter-Deck zu etablieren?
Im Card-Watch dreht sich dieses Mal alles um Todessprecher Schwarzdorn und den Dämonenjäger
Im Card-Watch dreht sich dieses Mal alles um Todessprecher Schwarzdorn und den Dämonenjäger
© Blizzard/SPORT1
. SPORT1
von Robin Ahlert
am 24. März

Aufmerksame Leser werden schon im Teaser direkt über die Formulierung "richtiges Control-Demon-Hunter-Deck" gestolpert sein. De facto gibt es nämlich schon eine Art Control-Deck des Dämonenjägers, basierend auf dem Schaden durch Lebensentzug kreierenden Effekt von Il'gynoth. Tatsächlich kann dieses Deck aber eher der Schublade "Combo-Decks" zugeordnet werden, die Control-Decks zwar ähneln, aber nicht gänzlich gleich sind.

Mit der Ankunft von Todessprecher Schwarzdorn wird ab dem 30. März - dem Release-Datum von "Geschmiedet im Brachland" - eine Karte in das Spiel kommen, die die Hearthstone-Community dazu bewegen könnte, ein Demon-Hunter-Deck zu kreieren, welches auch abseits einer einzigen One-Turn-Kill-Combo bis ins Late-Game funktionieren könnte.

Und dabei immer die Kontrolle behält.

Kontrolle durch Tod

Schwarzdorns Effekt basiert auf Karten mit der Todesröcheln-Mechanik. Wird die neue Dämonenjäger-Legendary ausgespielt, werden neben ihm noch drei weitere Diener direkt aus dem eigenen Deck beschworen. Diese werden maximal 5 Mana kosten und alle über das Schlüsselwort Todesröcheln verfügen.

Todessprecher Schwarzdorn im Detail
Todessprecher Schwarzdorn im Detail

Man bekommt also für 7 Mana - die Kosten für das Ausspielen von Schwarzdorn - mit einem Schlag vier Minions auf das Brett gezaubert, was den Druck auf den Gegner direkt immens erhöht. Darüber hinaus bringen drei Viertel dieser Diener weitere Vorteile sollten sie direkt im Anschluss eliminiert und ihr Todesröcheln-Effekt damit aktiviert werden. 

Die Beschwörung von Todessprecher Schwarzdorn könnte damit der Schneeball sein, der die Lawine ins Rollen bringt. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Todesröchel-Effekte gibt es in allen Formen und Farben. Es können Karten gezogen, Schaden verursacht oder direkt neue Diener beschworen werden. Um nur mal drei zu nennen. 

Denkt man das ganze Gedankenspiel bis zum Ende, führt dies unwiderruflich zu Nethrandamus, dessen Effekt mit jedem eigenen gestorbenen Diener stärker wird. Mit ihm und Todessprecher Schwarzdorn hätte man dann schon zwei, die das Spiel entweder selbst finishen oder die zumindest einen deutlichen Vorsprung beim Kampf um den Sieg kreieren können.

Nethrandamus wäre in einem Tödesröcheln-Dämonenjäger-Deck wohl DIE Finisher-Karte schlechthin
Nethrandamus wäre in einem Tödesröcheln-Dämonenjäger-Deck wohl DIE Finisher-Karte schlechthin

Des Weiteren finden sich im Standard-Set des Dämonenjägers auch jetzt schon viele weitere brauchbare Karten, die im Verbund mit Todessprecher Schwarzdorn ein (zumindest in der Theorie) starkes Control-Deck ermöglichen könnten. Gerade die neue Erweiterung bringt mit beispielsweise dem Klingeneber oder der Kultistin der Totenköpfe nochmal zusätzliche Diener in das Spiel, die für eine solche Strategie wunderbar geeignet wären. Auch ein Highlander-Deck mit weiteren mächtigen Karten wie Zephrys dem Großen oder der Drachenkönigin Alexstrasza wäre durchaus denkbar.

Inwiefern wir ab sofort tatsächlich ein echtes Control-Demon-Hunter-Deck auf der Ladder sehen werden, wird die Zukunft zeigen. Aber allein die Idee davon hört sich durchaus spannend an.

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