Sven Mislintat trifft auf die ehemaligen Kollegen. Am Dienstagnachmittag trainieren Borussia Dortmund und Fortuna Düsseldorf in ihrem Trainingslager auf derselben Anlage: im Banus Football Center im spanischen Marbella.
"Es hätte keinen besseren Mentor geben können!" Mislintat schwärmt von BVB-Idol
Mislintat schwärmt von BVB-Idol
Seit Mitte Dezember ist Mislintat neuer Sportvorstand der Fortuna und Nachfolger von Klaus Allofs. Jetzt kommt es zum Wiedersehen mit dem BVB, mit dem er weiterhin in Kontakt steht - zuletzt durch den Transfer von Jordi Paulina (ehemals BVB II) nach Düsseldorf.
„Wir waren natürlich in Kontakt, gerade mit Lars Ricken und Paul Schaffran (NLZ-Leiter; Anm. d. Red.). Rund um den Transfer von Jordi Paulina haben wir gute Gespräche geführt“, sagte Mislintat im exklusiven Gespräch mit SPORT1.
Böses Blut gibt es nach dem eher unrühmlichen Ende seiner zurückliegenden Zeit beim BVB nicht: „Zwischen Lars (Ricken; Anm. d. Red.), Paul (Schaffran; Anm. d. Red.) und ganz vielen beim BVB gibt es auch nichts, was zwischen uns steht. Wir gehen unsere Wege und drücken uns die Daumen. Der BVB wird immer in meinem Blick bleiben.“
Der Ruf von Mislintat leidet
Dass er sich dem BVB weiterhin eng verbunden fühlt, ist kein Wunder. Schließlich war er zwischen 2006 und 2017 in verschiedenen Positionen als Scout, Chefscout und Direktor Profifußball für Schwarz-Gelb tätig.
In Dortmund reifte er zu einem der kompetentesten und begehrtesten Verantwortlichen im deutschen Profifußball. Durch sein gutes Gespür für zahlreiche Talente und Spieler verdiente er sich den Namen „Diamantenauge“.
Doch in den vergangenen Jahren litt der Ruf des 53-Jährigen. Seine 128-tägige Amtszeit bei Ajax Amsterdam und seine Rückkehr zum BVB (zwischen Mai 2024 und Januar 2025) war von Negativschlagzeilen behaftet.
Mislintat schwärmt von Zorc und Klopp
Wenn Mislintat über seine Zeit in Dortmund spricht, geht es hauptsächlich um seine erste Periode beim BVB. Ins Schwärmen kommt er dabei immer wieder über Michael Zorc (ehemaliger Sportdirektor) und Ex-Trainer Jürgen Klopp, die ihn bis heute geprägt haben.
„Er (Zorc; Anm. d. Red.) war derjenige, der mich zum BVB geholt hat, der mir meinen ersten Vertrag gegeben hat und der mir extrem viel zugetraut hat. Es hätte keinen besseren Mentor geben können als ihn. Er hat das über vier Jahrzehnte bei Borussia Dortmund bewiesen. Ich glaube, dass er neben Jürgen (Klopp; Anm. d. Red.) einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg des Klubs war – vor allem nach dem finanziellen Crash.“
Auch für den Ex-Trainer hat Mislintat nur warme Worte übrig: „Über Klopp muss man nicht viel sagen. Ich habe sehr eng mit ihm zusammenarbeiten können, war nicht nur im Scouting sondern auch im Bereich Analyse stark eingebunden. Ich war Zuarbeiter im Bereich Halbzeitanalyse, hatte immer einen guten Blick auf die Mannschaft, durfte seinen Führungsstil, seine Motivationsfähigkeit und sein taktisches Verständnis mitnehmen. Das bildet einen Menschen aus. Er wollte immer jeden Prozentpunkt rauskitzeln und das hat unglaublich viel Spaß gemacht.“
Noch heute verspürt er große Dankbarkeit: „Wenn man Spiele gewinnen will, waren das zwei herausragende Lehrer.“
Hat Mislintat in Düsseldorf Erfolg?
Nachdem seine letzten Stationen nicht gerade vom Erfolg gekrönt waren, bekommt er bei der Fortuna nun eine neue Chance, sich als Sportchef zu beweisen. Und es wirkt so, als könnte das wirklich ein „Perfect Match“ sein. Das hängt auch mit seinen Anfängen zusammen.
In den 2000er Jahren begleitete er den Klub mit Kamera und war als freier Spiele-Analyst für die Fortuna tätig.
Mislintat identifiziert sich mit dem Verein, „mag die Toten Hosen“, wie er bei seiner Antritts-PK zugab, wirkt nahbar und vermittelt große Lust, den Klub weiterzuentwickeln.
Kaum ein Fortuna-Fan war nicht von seinem ersten Auftritt begeistert.
Doch auch er weiß um die schwierige Aufgabe, den Verein aus der Abstiegsregion zu führen. Denn um nichts anderes geht es in seinem ersten Halbjahr als neuer Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf.
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