Fabian Reese polarisiert weiterhin in der 2. Bundesliga. Nachdem der Offensivspieler des VfL Wolfsburg vor einer Woche beim Auswärtsspiel beim Karlsruher SC ausgepfiffen wurde, erhielt er am Samstag beim spektakulären 4:4 im Heimspiel gegen Energie Cottbus Rückendeckung von den eigenen Fans. Doch es gab erneut Unmutsbekundungen von den Rängen.
Wieder Wirbel um Fabian Reese
Wieder Wirbel um Reese
Bei der Platzbegehung vor der Partie waren laut Sky Pfiffe von den Cottbuser Anhängern zu vernehmen. Während der Partie wurde Reese bei jedem Ballkontakt von zahlreichen Gästefans ausgepfiffen.
Wolfsburg-Fans stärken Fabian Reese den Rücken
Die VfL-Fans hielten vor dem Anpfiff mit einem Banner dagegen. Am Mittelrang über der Fankurve hing ein Spruchband mit der Aufschrift: „Wir Fans stehen hinter dir, Fabi!!!“
Von den Nebengeräuschen ließ sich Reese in seinem Spiel nicht negativ beeinflussen – im Gegenteil. Mit einem starken Assist per Außenrist bereitete der Ex-Herthaner das zwischenzeitliche 2:0 durch Vinicius Souza (25.) sehenswert vor. Kurz darauf hatte er selbst den nächsten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber nach einem Alleingang im Eins-gegen-Eins an Marcel Lotka (27.).
Reeses Offensiv-Kollege Robert Glatzel (4./Foulelfmeter, 35.) sorgte mit seinen ersten beiden Toren für den Bundesliga-Absteiger im ersten Durchgang zunächst für klare Verhältnisse. Kurz vor dem Seitenwechsel verkürzte Cottbus durch Luca Erlein (45.+4). King Manu (49.) und Tolcay Cigerci (67./Foulelfmeter) brachten den Aufsteiger im zweiten Durchgang zurück ins Spiel.
Mit einem Schlenzer an die Latte verpasste Reese (74.) die erneute Führung für die Gastgeber. Wenig später wurde er ausgewechselt und durch Alessio Besio (77.) ersetzt. Dem ebenfalls eingewechselten Mattias Svanberg (79.) brachte den VfL dann in Front. Doch nach der Gelb-Roten Karte gegen VfL-Abwehrspieler Mathys Angely (88.) gelang Dmytro Bogdanov (90.+1) in der Nachspielzeit der Ausgleich für den Aufsteiger.
Reese reagiert auf Pfiffe der KSC-Fans
Reese hatte mit seinem Wechsel von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg im Sommer für Schlagzeilen gesorgt. Vergangene Woche reagierte er auf die Pfiffe der KSC-Fans, die mit der Hertha eine Fanfreundschaft pflegen.
„Mir tut es sehr weh. Es ist einfach verletzend“, gab der Stürmer nach Spielende bei Sky Einblicke in seine Gefühle. „Jeder hat seine Idee, warum man diesen Unmut äußert. Es ist eine Gruppendynamik. Es ist einfach, auf einen Einzelnen draufzuhauen, einen Sündenbock zu finden“, führte er weiter aus.