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WM-Streit: DFB unterstützt UEFA - Kritik an FIFA

WM-Streit: DFB unterstützt UEFA - Kritik an FIFA

Der DFB kritisiert die Pläne zur Verkürzung des WM-Zyklus auf zwei Jahre. Wie erwartet schlägt sich der Verband auf die Seite der UEFA.
Die Runde des STAHLWERK Doppelpass diskutiert über den Plan der FIFA, die Fußball-WM alle zwei Jahre durchzuführen und sind schnell einer Meinung.
SID
von SID
17.09.2021 | 16:52 Uhr

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Pläne zur Verkürzung des WM-Zyklus auf zwei Jahre kritisiert und sich wie erwartet auf die Seite der Europäischen Fußball-Union (UEFA) geschlagen.

Das geht aus einer Mitteilung des Verbandes am Freitag nach einer Präsidiumssitzung hervor, in der über die angedachte Reform des Weltverbandes FIFA beraten wurde.

Der DFB unterstütze „uneingeschränkt die Position der UEFA, wonach eine Entscheidung in einer so wichtigen Angelegenheit nicht ohne die Zustimmung der europäischen Verbände und des europäischen Fußballs getroffen werden darf“, hieß es darin.

Es sei unverständlich, dass die FIFA "im ersten Schritt nicht die Mitglieder ihres eigenen Councils, sondern sogenannte 'FIFA-Legenden' konsultiert" habe.

Der DFB sei "wie alle anderen europäischen Nationalverbände, Ligen und Vereine am meisten betroffen" von einer möglichen Umstellung der Austragung der WM-Endrunde auf einen Zweijahres-Rhytmus.

DFB hebt Belastung der Spieler hervor

Dies "hätte massive Auswirkungen auf den Fußball in Deutschland, in Europa, aber auch weltweit", schrieb der DFB und verwies auf die Belastung der Spieler, die Verringerung des Stellenwerts von Großturnieren sowie eine mögliche Marginalisierung der Turniere der Frauen- und Juniorenteams.

Die UEFA hatte nach einem Treffen ihrer 55 Mitgliedsverbände laut SZ bereits einen „Brandbrief“ an FIFA-Präsident Gianni Infantino geschickt. Demnach fordert der Europa-Verband eine zeitnahe Offenlegung der FIFA-Pläne und ein Treffen. Diesen Vorstoß unterstützt auch der DFB.

Gespräche seien „unbedingt erforderlich, um die Vorschläge der FIFA überhaupt erst im Detail kennenzulernen und der FIFA die schwerwiegenden Bedenken und die Auswirkungen der Reformvorschläge auf die europäischen Verbände und den europäischen Fußball insgesamt mitteilen zu können“, schrieb der DFB.







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