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Koch kritisiert Ampel-Koalitionsvertrag

Koch kritisiert Ampel-Koalitionsvertrag

DFB-Interimspräsident Koch hat den Koalitionsvertrag der künftigen Bundesregierung wegen fehlender Aussagen und Zielsetzungen zum Sport kritisiert.
Koch stellt klare Forderungen an die Ampel-Koalition
Koch stellt klare Forderungen an die Ampel-Koalition
© AFP/SID/DANIEL ROLAND
SID
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von SID

DFB-Interimspräsident Rainer Koch hat den Koalitionsvertrag der künftigen Bundesregierung wegen fehlender Aussagen und Zielsetzungen zum Sport kritisiert.

„Ich bedauere sehr, dass der am Mittwoch veröffentlichte Ampel-Koalitionsvertrag im krassen Gegensatz zur klaren Positionierung des Europäischen Parlaments keine konkreten Aussagen zum europäischen Sportmodell und zu weiteren zentralen Kernfragen des Sports trifft und insbesondere keine konkreten Zielsetzungen benennt“, erklärte der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der den Verband zusammen mit Peter Peters interimistisch führt, am Donnerstag.

Koch fordert Unterstützung der UEFA

Koch forderte von den künftigen Regierungsparteien SPD, Grüne und FDP „die Unterstützung der UEFA in ihrer rechtlichen Auseinandersetzung mit Real Madrid vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Verhinderung einer europäischen Super League“.

Anders als die meisten EU-Mitgliedsstaaten habe sich Deutschland bisher nicht mit Stellungnahmen in das Verfahren eingebracht, „obwohl gerade der nationale deutsche Fußball von der Einführung einer europäischen Super League existentiell betroffen wäre - und obwohl gerade auch bei uns in Deutschland die negativen Auswirkungen einer solchen eigenständigen rein auf Kommerz ausgerichteten Liga im Basketball eindrücklich betrachtet werden können“.

Fußball dürfe "rechtlich nicht nur nach den Kriterien des Wirtschafts-, Unternehmens- und Kartellrechts bewertet werden". Das System des Auf- und Abstiegs, das Prinzip mit den nationalen sowie den internationalen Verbänden UEFA und FIFA, die 50+1-Regel, die Sicherung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Wettbewerbsfähigkeit nationaler Ligen, aber auch die Teilhabe des Jugend- und Amateurfußballs an den Einnahmen des Profisports müssten geschützt werden.

Das Europäische Parlament hatte am Dienstag in einer Resolution zum Schutz des europäischen Sports dessen Schlüsselrolle im sozialen und kulturellen Leben herausgestellt und betont, dass durch den Sport die Werte von Demokratie, Respekt, Solidarität, Vielfalt und Gleichheit gefördert würden.

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