Fabio Blanco feierte am vergangenen Spieltag einen Befreiungsschlag. Der hochtalentierte Flügelspieler entschied das Duell gegen Cornellá mit einem Doppelpack. Durch den 2:1-Sieg konnte die Zweitvertretung des FC Barcelona wertvolle Punkte im Rennen um den Klassenerhalt sammeln.
Startet Frankfurt-Missverständnis Blanco bei Barcelona durch?
Startet Eintracht-Flop durch?
Der Jubel fiel dementsprechend groß aus. Und Blanco? Für ihn waren plötzlich sehr schwierige Monate wie weggeblasen. (Darum scheiterte Blanco bei der EIntracht)
Blanco setzt erste Akzente bei Barcelona B
„Das war zweifellos mein erster großer Nachmittag in Barcelona. Ich habe zwei sehr wertvolle Tore erzielt. Jetzt muss ich weitermachen“, zitierte die spanische AS den 18-Jährigen. Trainer Xavi schaut bereits genauer hin, in der kommenden Sommervorbereitung darf Blanco vielleicht schon bei den Profis mittrainieren.
Ein Wunder wäre das nicht! Xavi scheut sich nicht, auf „La Masia“ zurückzugreifen und den eigenen Nachwuchs zu fördern. Ez Abde, Nico Gonzalez oder Ilias Akhomach durften schon bei der ersten Mannschaft mitwirken.
Blanco, dessen Vorbild Ferran Torres im Winter von Manchester City ebenfalls nach Barcelona wechselte, dient dieser Weg nach oben als Ansporn.
In den ersten Partien bei Barcelona B musste sich der U-18-Nationalspieler zwar noch herantasten, zwischenzeitlich setzte ihn Corona außer Gefecht. Gegen Cornellá stand Blanco aber erstmals 90 Minuten auf dem Platz und überzeugte.
Zeit in Frankfurt ein Missverständnis
Er hatte zehn Offensivaktionen, sucht fünfmal das Dribbling (zweimal erfolgreich) und arbeitete auch in der Defensive mit. Blanco machte natürlich noch Fehler, er wird körperlich weiter zulegen und sich an das Tempo gewöhnen müssen.
Allerdings zeigte der Flügelspieler, weshalb Eintracht Frankfurt etwas in ihm gesehen und ihn vor einem Jahr ablösefrei aus Valencia verpflichtet hatte.
Die Zeit bei den Hessen entpuppte sich allerdings als Missverständnis. Eintracht-Trainer Oliver Glasner sah ihn nicht gerüstet für die Profi-Mannschaft, Blanco selbst hatte andere Erwartungen.
In der U19-Bundesliga fühlte sich der Spanier nicht wohl und im Stich gelassen. Die eigenen Pläne ließen sich nicht mit denen der Frankfurter vereinbaren, im Winter war die Trennung unumgänglich.
Barcelona überwies rund 500.000 an die Eintracht
Sportvorstand Markus Krösche ließ Blanco nach vielen Gesprächen mit dessen Umfeld deshalb auch nach Barcelona ziehen. Neben den Katalanen klopften noch andere Teams an, neben der PSV Eindhoven SPORT1-Informationen zufolge auch Inter Mailand.
Doch der heutige Manager von Barca, Mateu Alemany, kannte Blanco schon von Valencia-Zeiten und konnte somit entscheidend punkten. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Rund 500.000 Euro erhielt die Eintracht, bei einem Weiterverkauf könnten die Frankfurter diversen Medienberichte zufolge ebenfalls noch profitieren. Blanco jedenfalls schwimmt sich nun frei und arbeitet intensiv an seinem Durchbruch auf allerhöchstem Niveau.
Gegen die Eintracht im Europa-League-Viertelfinale wird er zwar noch nicht mitmachen dürfen (nicht nominiert für den Kader). Doch in Cornellá konnte Blanco sein erstes Ausrufezeichen setzen.