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Kauft sich die FIFA ein eigenes Stadion für 600 Millionen Euro?

Kauft die FIFA ein eigenes Stadion?

Das gab es bisher noch nicht: Die FIFA will angeblich ein eigenes Stadion in der Nähe von Paris kaufen. Gianni Infantino soll bereits Pläne für das Stade de France haben.
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Das gab es bisher noch nicht: Die FIFA will angeblich ein eigenes Stadion in der Nähe von Paris kaufen. Gianni Infantino soll bereits Pläne für das Stade de France haben.

Der Fußball-Weltverband FIFA will sich angeblich ein eigenes Stadion in Frankreich kaufen.

Wie die französische Sporttageszeitung L‘Équipe schreibt, hat es FIFA-Präsident Gianni Infantino auf das Stade de France im Pariser Vorort Saint-Denis abgesehen.

Dem Bericht zufolge soll es aber schon am 15. Februar ein Gespräch zwischen Infantino und dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron gegeben haben. Es wäre dabei nicht zum ersten Mal um den möglichen Stadionkauf gegangen.

Die FIFA dementierte ein entsprechendes Vorhaben auf Anfrage von L‘Équipe zunächst.

Das Stade de France ist in der Hand der französischen Regierung und wird derzeit von einem Konsortium bestehend aus den Bauunternehmen Vinci und Bouygues gemanagt. Dessen Vertrag mit dem Staat läuft aber im Sommer 2025 aus. Danach stünde das weite Rund, das 80.000 Zuschauer fasst, wieder zur Verfügung.

Hilft jetzt ausgerechnet Le Graet?

Was die FIFA mit einem eigenen Stadion will? Infantino soll vorschweben, dass in Frankreich unter anderem Show-Partien bzw. von der FIFA veranstaltete Freundschaftsspiele, aber auch Partien der reformierten Klub-WM stattfinden könnten.

Infantino setzt bei seinem Streben nach dem Stadion dem Bericht zufolge auf seinen Vertrauten Noel Le Graet. Also eben jenen Funktionär, der nach diversen Vorwürfen jüngst sein Amt als französischer Verbandspräsident niederlegen musste. Er führt aber auch das FIFA-Büro in Paris (diesen Posten hat er weiter inne) und könnte entsprechend von Hilfe sein.

Noch, so schreibt L‘Équipe, seien allerdings viele (rechtliche) Fragen offen, bevor es überhaupt konkrete Gespräche geben könnte. Unter anderem ist unklar, ob die französischen Rugby- und Fußball-Nationalmannschaften weiter im Stade de France spielen könnten. Und wenn ja, zu welchen Preisen.

Apropos Preis: Das Stadion würde wohl rund 600 Millionen Euro kosten, weitere 300 bis 400 Millionen Euro an Renovierungskosten kämen wohl noch hinzu.

Der Topklub Paris Saint-Germain, der gern sein derzeitiges Stadion, den Parc des Princes, kaufen würde, kommt als Bieter laut L‘Équipe nicht in Frage. Das Stade de France entspreche nicht den Vorstellungen der Klub-Bosse.