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Hummels‘ Traumtor war historisch

Hummels‘ Traumtor war historisch

Unter der Woche geriet BVB-Abwehrchef Mats Hummels in die Kritik. Gegen Bielefeld findet der Innenverteidiger die passende Antwort und glänzt mit einem Traumtor.
Borussia Dortmund geht in der Champions League bei Ajax Amsterdam mit 0:4 unter. Gestandene Stammspieler stehen stark in der Kritik.
Felix Kunkel
Felix Kunkel
von Felix Kunkel

Vier Tage nach dem Debakel in der Champions League gelingt dem BVB die Wiedergutmachung – auch ohne den verletzten Torjäger Erling Haaland. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Gegen Arminia Bielefeld (3:1) avancierten andere Spieler von Borussia Dortmund zu Torschützen. So auch Mats Hummels, der mit einem besonders sehenswerten Treffer auch auf persönlicher Ebene für Wiedergutmachung sorgte.

Bei der Pleite am Dienstag gegen Ajax Amsterdam (0:4) war der 32 Jahre alte Routinier noch negativ aufgefallen, als ihn bei drei Gegentoren eine Mitschuld traf. Kritik gab es dafür auch von Ex-BVB-Spieler David Odonkor. Hummels habe „wie ein Bauer“ verteidigt. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Dabei ist zu beachten, dass der erfahrene Abwehrmann seit Wochen körperlich am Limit spielt. Patellasehnenprobleme verfolgten den Weltmeister von 2014 bereits am Ende der Vorsaison und während der EM im Sommer.

Abwehrchef Hummels liefert gegen Bielefeld

Auch in der neuen Saison musste Hummels kürzertreten: Von 14 möglichen Pflichtspielen absolvierte er nur zehn. Trainer Marco Rose sah sich zudem mehrfach gezwungen, den angeschlagenen Abwehrchef frühzeitig auszuwechseln.

Doch in Bielefeld machte Hummels mit einer guten Leistung auf sich aufmerksam: Links in der Dreierkette glänzte er mit einer starken Zweikampfquote und hielt vor allem den in der zweiten Hälfte eingewechselten Fabian Klos in Schach.

„Wir wollten eine Antwort auf das Dienstag-Spiel zeigen. Gegen Amsterdam war es leider ein Rückfall, zu dem wir alle klare Worte gefunden haben“, stellte Hummels nach dem Erfolg in der Bielefelder SchücoArena am Sky-Mikrofon klar. Lediglich sein Foul an Arminias Patrick Wimmer, welches zum Elfmeter führte, schmälerte Hummels‘ Leistung. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Hummels stellt Rekord auf

Dafür krönte der Innenverteidiger seinen Arbeitstag mit dem zwischenzeitlichen Treffer zum 2:0: In der 45 Minute nutzte Hummels einen Abpraller nach einer Ecke und versenkte den Ball per Volley sehenswert in den Maschen. „Das war heute eines meiner schöneren Tore, da muss ich nicht drum herumreden. Der ist ganz schön reingeflogen“, freute sich Hummels im Nachgang.

Der BVB-Star hatte bereits im Vorjahr beim 2:0 in Bielefeld beide Tore erzielt. Zudem sorgte Hummels mit seinem jüngsten Treffer für einen Rekord: Seit 2008/09 gelang ihm in jeder Bundesliga-Saison mindestens ein Tor - das schaffte in diesem Zeitraum kein anderer Profi.

Angesprochen auf seinen aktuellen Fitnesszustand gab sich der Torschütze vorsichtig optimistisch. „Es ist extrem abhängig von der Tagesform. Es ging vor der Länderspielpause ziemlich schlecht, jetzt geht es einen Ticken besser“, erklärte Hummels. Angesichts der englischen Wochen und der damit einhergehenden höheren Belastung sei es „nicht einfach“, betonte er.

Seine körperliche Verfassung habe ihn indes bei seinem Tor nicht behindert. „Zum Glück ist so ein Schuss unabhängig vom Knie“, scherzte Hummels, der in Bielefeld rund 88 Minuten auf dem Platz stand.

Bereits am Dienstag wartet im DFB-Pokal mit dem FC Ingolstadt der nächste Gegner auf Hummels & Co (DFB-Pokal: FC Ingolstadt - Borussia Dortmund am Dienstag ab 18 Uhr LIVE im TV und STREAM auf SPORT1). Die BVB-Anhänger werden hoffen, dass ihr Abwehrchef auch dieses Mal mit vollen Kräften mitwirken kann.

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