Anzeige

Fall Kimmich: Bayern-Bosse reagieren

Fall Kimmich: Bayern-Bosse reagieren

Die aktuellen und ehemaligen Bosse des FC Bayern äußern sich zu Joshua Kimmich. Auch Manuel Neuer spricht.
Über den souveränen 4:0 Erfolg der Bayern gegen die TSG Hoffenheim am Samstag, redete nach dem Spiel kaum einer mehr. Stattdessen bestimmte der Impfstatus von Joshua Kimmich die Gazetten.
. SPORT1
. SPORT1
von SPORT1

Am Rande der Premiere der FC-Bayern-Doku „Behind the Legend“ haben nun mehrere Größen des deutschen Rekordmeisters Stellung bezogen (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga).

„Jeder hat doch in seinem Bekanntenkreis jemanden, der ungeimpft ist. Das war bei uns im Mannschaftskreis jetzt kein großes Thema“, sagte Kapitän Manuel Neuer laut Abendzeitung.

Hoeneß hat schon mit Kimmich gesprochen

Auch Ex-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge nahm Kimmich, der zuletzt bestätigt hat, noch nicht gegen das Coronavirus geimpft worden zu sein, in Schutz. „Das Thema ist zum Politikum entwachsen. Man sollte die Kirche trotzdem im Dorf lassen. Ich weiß nicht, ob man das nicht alles ein bisschen zu hoch spielt“, meinte Rummenigge laut Spox: „Es ist seine persönliche Entscheidung. Ich bin kein Freund davon, so einen Druck zu erzeugen. Er ist immer noch ein junger Mensch.“ (Wirbel um Klinik-Besuch von Kimmich)

Rummenigge weiter: „Wenn ich einen Spieler kenne, der extrem verantwortlich und vorbildlich mit vielen Dingen im Leben umgegangen ist, dann war es Joshua.“

Ehrenpräsident Uli Hoeneß meinte zur sich entwickelten Dynamik: „Sie sind doch verantwortlich für den Tsunami, nicht wir. In dieser Medienlandschaft bin ich von gar nichts mehr überrascht.“

Karl Lauterbach gibt im STAHLWERK Doppelpass seine Meinung über den ungeimpften Joshua Kimmich kund.
04:29
Lauterbach: Kimmich kann nicht zu 2G gezwungen werden

Er ergänzte: „Ich werde dazu nichts sagen, sondern nur mit ihm persönlich darüber sprechen, und das habe ich schon getan.“ (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Sein Nachfolger als Präsident, Herbert Hainer, sagte der Abendzeitung: „Wir als Verein unterstützen es, wenn die Spieler geimpft werden. Ich würde mich freuen, wenn er sich noch impfen lässt, aber es gibt bei uns keinen Impfzwang. Man muss seine Entscheidung respektieren.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Der Impfstatus von Joshua Kimmich wird vor dem Spiel des FC Bayern gegen die TSG Hoffenheim zum Thema. Teamkollege Thomas Müller hat nach dem Spiel einen Rat für Kimmich parat.
01:27
Das rät Müller Kimmich

Kahn macht Bayern-Haltung zur Corona-Impfung deutlich

Vorstandsboss Oliver Kahn wollte Kimmich nicht unter Druck setzen. „Letztendlich muss man das respektieren, wenn der eine oder andere eben eine andere Meinung hat“, sagte der ehemalige Weltklasse-Torhüter: „Es ist ganz wichtig - und es ist unsere Pflicht als Verein -, ständig Aufklärungsleistung zu zeigen.“

Als Verein habe man bei Bayern aber eine ganz klare Position beim Thema Impfen. „Zunächt einmal ist es wichtig, dass wir eine klare Haltung haben, dass wir es allen nur empfehlen können, sich zu impfen. Das haben wir unterstrichen durch mehrere Aktionen“, betonte Kahn.

Das rät Müller Kimmich

Am Wochenende hatten sich bereits einige Teamkollegen zu Wort gemeldet.

„Es ist ein schmaler Grat, eine ethische, eine moralische Diskussion. Ich bin Impf-Freund! Und ich hoffe, dass sich die Spieler, die jetzt noch nicht geimpft sind, das noch anders überlegen und sich ein Herz fassen“, meinte Thomas Müller. „Von meinem Wissensstand her ist die Impfung dafür die beste Möglichkeit.“

Der Vize-Kapitän sagte aber ebenso: „Als Freund ist das eine absolut akzeptable Entscheidung. Das soll jeder für sich selbst entscheiden.“

Alles zur Bundesliga bei SPORT1: