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Bundesliga, FC Bayern: So geht es mit Nianzou nach Nagelsmann-Rüffel weiter

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Bundesliga, FC Bayern: So geht es mit Nianzou nach Nagelsmann-Rüffel weiter

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Deutlicher Weckruf für Nianzou

Deutlicher Weckruf für Nianzou

Tanguy Nianzou als Nachfolger von Niklas Süle beim FC Bayern? Stand jetzt eher nicht. Julian Nagelsmann erwartet mehr von dem französischen Abwehr-Talent.
Auf der Pressekonferenz vor dem Bochum-Spiel geht Julian Nagelsmann mit Abwehr-Talent Tanguy Nianzou, der in der laufenden Saison in elf Ligaspielen zum Einsatz kam, hart ins Gericht.
Kerry Hau
Kerry Hau

Er kam vor eineinhalb Jahren als großer Hoffnungsträger zum FC Bayern, seine Verpflichtung galt als Riesencoup von Hasan Salihamidzic. Zu Recht?

An Tanguy Nianzou scheiden sich die Geister. Von seiner Verletzungsanfälligkeit, die ihm fast seine gesamte Debüt-Saison gekostet hatte, ist zwar keine Spur mehr. Doch mehr als zu Kurzeinsätzen reicht es für den ablösefrei von Paris Saint-Germain losgeeisten Innenverteidiger nach wie vor nicht. Weil Julian Nagelsmann mehr von ihm erwartet – vor allem mehr Konzentration und Gewissenhaftigkeit im Spiel mit dem Ball. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Bezeichnend: Der Rüffel des Bayern-Trainers in Richtung Nianzou auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum.

Nagelsmann: Nianzou fehlt Verlässlichkeit

„Bei Abwehrspielern muss die große Überschrift über einer Leistung immer Verlässlichkeit sein“, sagte Nagelsmann. Bei dem 19-Jährigen sei dies nicht der Fall: „Er hat gute Situationen drin, macht aber auch haarsträubende Fehler.“

Eine äußerst ehrliche Einschätzung. Nicht die erste dieser Art. Bereits im November hatte Nagelsmann Nianzou öffentlich zu hohe Risikobereitschaft in puncto Spieleröffnung attestiert. Ein Weckruf, der bei dem französischen U20-Nationalspieler offensichtlich nicht ankam – auch wenn er laut Nagelsmann immerhin mit aggressiver Zweikampfführung und dem unbedingten Willen zu verteidigen punkte.

„Da fehlt noch ein bisschen die Konstanz, das liegt natürlich auch am mangelnden Rhythmus“, verwies der FCB-Coach am Freitag auf Nianzous magere Ausbeute von nur 449 Pflichtspiel-Minuten in dieser Saison. Gleichwohl müsse sich der Teenager „aus diesem Teufelskreis schon ein Stück weit selbst befreien, indem er diese Verlässlichkeit in sein Spiel bekommt“, stellte Nagelsmann klar.

Nianzou als Süle-Nachfolger? Unwahrscheinlich

Schlendrian Nianzou? Ein Mitspieler sieht das anders. „Tanguy ist bereit, das zeigt er auf jeden Fall. Er trainiert sehr gut, ist seriös und motiviert“, berichtete Kingsley Coman noch Anfang Februar im SPORT1-Interview. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Doch an der Säbener Straße mehren sich die Zweifel an dem Talent, das unter Thomas Tuchel bei PSG erste Profierfahrungen gesammelt hatte. Einen sofortigen Nachfolger in dem ab Sommer für den BVB unter Vertrag stehenden Niklas Süle sieht das Trainerteam in Nianzou bislang nicht.

Antonio Rüdiger, Andreas Christensen, Nico Schlotterbeck, Matthijs de Ligt: Wer der Wunschspieler des FC Bayern als Nachfolger von Niklas Süle ist, erfahrt ihr in der Transfermarkt-Show.
06:11
Süle-Nachfolger: Bayerns Wunschspieler und der Plan B

Nianzou-Leihe im Sommer möglich

Auch deshalb will die sportliche Leitung nach SPORT1-Informationen im Sommer auf der Innenverteidiger-Position nachrüsten. Möglich, dass zudem noch Verstärkung für die rechte Abwehrseite kommt. In diesem Fall hätte Nianzou mit Benjamin Pavard, Dayot Upamecano, Lucas Hernandez und Mister X vier Spieler im Abwehrzentrum vor sich.

Einfach würde das seine Situation gewiss nicht machen. Weiß auch der gebürtige Pariser, der zwar geduldig bleibt und die nächsten vier Monate nutzen möchte, um das Trainerteam doch noch vollständig von sich zu überzeugen und sich eine vernünftige Perspektive für die nächste Saison zu erarbeiten. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Doch ohne Aussicht auf regelmäßige Spielpraxis könnte es im Sommer zu einem Wechsel in Form einer Leihe – ähnlich wie dem bei der TSG Hoffenheim geparkten Chris Richards (21) – kommen. Vorgesorgt hat der Spieler selbst bereits mit seinem kürzlichen Beraterwechsel. Sein Vertrag in München läuft noch bis 2024.

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