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FC Bayern: Joshua Kimmich ist in München der Chef, der dem BVB fehlt

Der Leader, der dem BVB fehlt

Nach zuletzt schwächeren Leistungen beweist Joshua Kimmich beim Sieg des FC Bayern in Frankfurt wieder Führungsqualitäten – und legt zumindest vorübergehend eine von ihm angestoßene Diskussion ad acta.
Joshua Kimmich schwört seine Mitspieler ein
Joshua Kimmich schwört seine Mitspieler ein
© Imago
Kerry Hau
Nach zuletzt schwächeren Leistungen beweist Joshua Kimmich beim Sieg des FC Bayern in Frankfurt wieder Führungsqualitäten – und legt zumindest vorübergehend eine von ihm angestoßene Diskussion ad acta.

Julian Nagelsmann stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.

Von einer „sehr guten Leistung“ sprach der Trainer des FC Bayern nach dem 1:0-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt - und verwies mehrfach zufrieden auf die Zweikampfquote seiner Mannschaft. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Die Münchner hatten 65,7 Prozent ihrer Duelle mit den Hessen für sich entschieden. Ein Saisonrekord, möglich gemacht in erster Linie von einer deutlich verbesserten Defensive – mit einem deutlich verbesserten Joshua Kimmich!

Der Nationalspieler ging im Bayern-Zentrum voran, sorgte für Stabilität und glänzte mit zwei Bestwerten (19 Balleroberungen und einer Laufleistung von fast 13 Kilometern), die mindestens genauso wichtig waren wie sein Steckpass in der 71. Minute zum Siegtor durch Joker Leroy Sané. (Manuel Neuer vor Blitz-Comeback)

Julian Nagelsmann lobt Joshua Kimmich

Nach zuletzt eher durchwachsenen und fehlerbehafteten Auftritten ist der wahre Kimmich zurück!

„Josh hat unglaublich gut gespielt“, hielt Trainer Nagelsmann nach Spielende im Gespräch mit SPORT1 fest. „Sehr clever und fleißig, dazu noch die Vorarbeit zum 1:0 - ich bin zufrieden mit ihm.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Kimmich selbst ordnete den Auftritt in der Mainmetropole als „ordentlich“ ein. Für den Mittelfeld-Chef fühlte es sich fast schon wie eine Rückkehr zur Normalität an, nachdem er im Zuge der jüngsten Wackel-Auftritte in Bochum und Salzburg ein Einstellungsproblem ausgemacht hatte.

„Es ist mein Job, voranzugehen. Wenn ich die Mentalitätsfrage stelle, dann ja nicht nur an die anderen. Wir sind alle im selben Boot, auch ich nehme mich in die Pflicht“, stellte er in den Katakomben des Frankfurter Waldstadions klar.

Sein Fazit: „Mentalität, Einsatz, Bereitschaft – das war alles da!“

Bayern wieder acht Punkte vor dem BVB

Besonders freute er sich über die weiße Weste. Zuletzt hatten die Münchner in einem Pflichtspiel Mitte Januar – beim 4:0 in Köln – zu Null gespielt. „Nach dem 1:0 haben wir es eher verwaltet, aber auch da hat die Mentalität gestimmt. Wir haben uns gegenseitig gepusht und den Sieg am Ende zusammen gefeiert.“

Ein Sieg, der mit Blick auf den Titelkampf entscheidend gewesen sein dürfte. Durch das 1:1 von Verfolger Borussia Dortmund in Augsburg beträgt der Vorsprung des Spitzenreiters nunmehr acht Punkte, zehn Spieltage vor Schluss gibt es kaum Zweifel an der zehnten Bayern-Meisterschaft in Folge. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Weil die Konkurrenz lieber selbst patzt als Patzer zu nutzen. Und weil die Bayern bei all ihrer Qualität eben doch die nötige Mentalität mitbringen, wenn es darauf ankommt. Dank Führungsspielern wie Kimmich, die sich nicht wegducken, sondern vorangehen. Mit Worten und Taten.

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