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Bundesliga: Zauber von Felix Magath bei Hertha BSC schon verflogen

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Bundesliga: Zauber von Felix Magath bei Hertha BSC schon verflogen

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Magaths Zauber ist schon verflogen

Magaths Zauber ist schon verflogen

Hertha BSC hat nun auch unter Trainer Felix Magath verloren - und steuert auch mit dem vermeintlichen Retter auf den Abstieg zu. Ausgerechnet das Duell gegen Union Berlin kann zum Schicksalsspiel werden.
In seinem ersten Spiel auf der Hertha-Bank muss Felix Magath bei Bayer Leverkusen eine Niederlage hinnehmen. Für Berlin geht es wieder abwärts.
Tobias Holtkamp
Tobias Holtkamp

Es war nicht die Niederlage in Leverkusen, die Hertha BSC von heute auf morgen zurück in die Riesen-Krise katapultierte. Ein 1:2 beim Dritten, das kann schon mal passieren. (NEWS: Magath kassiert Pleite bei Comeback)

Es war, und das ist eigentlich wesentlich schlimmer, die Art und Weise des Auftritts am Samstag.

Von den guten Zeichen und der „außergewöhnlichen Leistungsbereitschaft“, die Felix Magath im Training festgestellt hat, war auf dem Platz ehrlicherweise nichts zu sehen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Die Berliner gingen halbherzig zu Werk, sie gaben und versuchten nicht alles - obwohl das doch nun das Mindeste sein sollte in ihrer eben selbst verschuldeten wie katastrophalen Situation.

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Wenn nicht jetzt zumindest 90 Minuten plus Nachspielzeit Vollgas ohne Rücksicht auf Verluste - ja, wann denn dann?

Magath erhöht den Druck

In der Jahrestabelle 2022, nach mittlerweile elf Spielen, ist Hertha abgeschlagen Letzter. Fünf Punkte holte der teuerste Hertha-Kader aller Zeiten seit Januar. Selbst Bielefeld, auch schwach ins Jahr gestartet, steht mittlerweile bei zehn Punkten. Fürth bei elf. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Felix Magath hat alle Hände voll zu tun die Hertha in der Bundesliga zu halten. Sollte das klappen schließt er einen Verbleib in der Hauptstadt jedenfalls nicht aus.
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Magath-Verlängerung? "Werde einen Teufel tun, etwas auszuschließen"

Magath, der seine Spieler letzte Woche noch überschwänglich lobte, legte den Hebel direkt wieder um. Interessant zu beobachten: Magath nahm nicht den Druck von der Mannschaft, was bestimmt viele andere Cheftrainer gemacht hätten, in der Hoffnung, sie so in die gefühlte Verantwortung zu bekommen.

Magath, und genau das wird jetzt spannend, erhöht den Druck auf seine Spieler sogar. „Ich habe euch nicht in diese Situation gebracht, das wart ihr selbst“, rief Magath seinem Kader im Sonntagstraining zu: „Da müsst ihr euch auch selbst wieder rausholen.“

Zu gute Laune bei den Hertha-Stars?

Nach dem Heimsieg gegen Hoffenheim, so ist es aus Berlin zu hören, war die Stimmung bei einigen Spielern schon wieder derart gut, dass in der Länderspielpause manches Thema ganz schnell wichtiger wurde als die Vorbereitung auf das Leverkusen-Spiel. Einige andere Spieler soll der fehlende Fokus, die zu gute Laune einiger Kollegen, deutlich gestört haben.

Magaths Zauber, den Eindruck kann man gewinnen, ist schon wieder verflogen. Der Kampf gegen die alten Muster, in den Köpfen, aber auch auf dem Spielfeld - wer geht voran, wer übernimmt Verantwortung und wer liefert nur gute Showauftritte - scheint eine zu große Aufgabe, um sie mal eben mitten in der Saison, in der sportlich entscheidenden Phase, lösen zu können.

Ausgerechnet das Derby Samstag im Olympiastadion gegen Stadtrivale Union, zuletzt 1:0 gegen Köln, wird für Hertha zum bisher wichtigsten Spiel der Saison. Eine Heimniederlage hätte K.o.-Qualitäten - noch nicht für die Tabelle, aber auf jeden Fall für die Stimmung. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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