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Eintracht Frankfurt: Vorsicht Kostic, Kamada oder N‘Dicka! SGE-Abgänge rächen sich häufig

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Eintracht Frankfurt: Vorsicht Kostic, Kamada oder N‘Dicka! SGE-Abgänge rächen sich häufig

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Vorsicht Kostic! SGE-Wechsel riskant

Vorsicht Kostic! SGE-Wechsel riskant

Erfolgreich bei Eintracht Frankfurt – und gescheitert bei neuen Klubs. Die Liste der Trainer, Spieler und Verantwortlichen wird länger. Für Filip Kostic und Co. stellt sich die Frage: Soll man den Klub wirklich verlassen?
Filip Kostic sollte sich einen Abgang aus Frankfurt gut überlegen
Filip Kostic sollte sich einen Abgang aus Frankfurt gut überlegen
© Imago
Christopher Michel
Christopher Michel

2017: 1:2-Niederlage im DFB-Pokal-Finale gegen Borussia Dortmund. 2018: Erfolg im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München. 2019: Europa-League-Halbfinale erreicht. 2020: Knappes Aus im Pokal-Halbfinale in München.

2021: Bis zum vorletzten Spieltag um die Champions-League-Qualifikation gekämpft. 2022: Möglicherweise gelingt in der Europa League mit dem Titelgewinn gegen die Glasgow Rangers der ganz große Wurf, der die erstmalige Teilnahme an der 1992 reformierten Königsklasse garantieren würde.

Eintracht Frankfurt ist erfolgreich und dadurch äußerst sexy geworden. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Eintracht entwickelt Topprofis und starke Trainer

Die Hessen haben in den vergangenen sechs Jahren Erfolge gefeiert, Top-Spieler entwickelt, auch die Trainer Niko Kovac und Adi Hütter, sowie Sportvorstand Fredi Bobic sind peu à peu mitgewachsen.

Die ganz großen Teams der Branche klopften regelmäßig an und bedienten sich am Main. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Kovac ging zum FC Bayern, Hütter nach Gladbach und Bobic zur Hertha nach Berlin. Auch die Spieler verließen Frankfurt in Richtung Spitzenklubs.

Real Madrid überwies über 60 Millionen Euro für Luka Jovic, West Ham United rund 50 Millionen Euro für Sébastien Haller, RB Leipzig knapp 25 Millionen Euro für André Silva, Pokal-Held Ante Rebic zog weiter zur AC Mailand.

Vereinswechsel brachte nicht das große Glück

Was haben die Protagonisten gemeinsam? Vollumfängliche Zufriedenheit am neuen Arbeitsplatz blieb aus.

Kovac ist beim FC Bayern längst Geschichte und aktuell wieder auf Jobsuche, Hütter und Borussia Mönchengladbach gehen zukünftig getrennte Wege, Bobic hatte in einem Jahr bei Hertha BSC schon mehr Trainer als in fünf Jahren Frankfurt und muss in der Relegation um den Klassenerhalt zittern, Jovic befindet sich auf Vereinssuche und Rebic spielt in Mailand kaum noch eine Rolle.

Haller benötigte einen Tapetenwechsel, blühte erst bei Ajax Amsterdam wieder auf und Silva traf in Leipzig nach seinem 28-Tore-Jahr in Frankfurt nur zehnmal. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Frankfurt war für mich vom ersten bis zum letzten Tag ein Volltreffer. Das ist Wahnsinn: Man erkennt mich hier und es gibt immer ein Lächeln. Ich komme nach Hause und habe Freunde gewonnen“, verriet Kovac zuletzt im Podcast der Eintracht.

Verträge von Topspielern laufen aus – was tun?

Ein Vereinswechsel bedeutet nicht automatisch das große Glück. Hörten Filip Kostic, Evan N‘Dicka, Daichi Kamada und Tuta genauer hin?

Ihre Verträge laufen 2023 aus, Sportvorstand Markus Krösche möchte im kommenden Sommer verlängern oder verkaufen. Der Blick auf die Vergangenheit bietet eine Reihe mahnender Beispiele.

Kostic könnte mit einer Verlängerung zur Vereinslegende aufsteigen. Bei einem Wechsel müsste er mit fast 30 Jahren einen Neustart wagen. Ob der sensible Serbe das aktuelle Umfeld, in dem ihm 95 Torbeteiligungen in 169 Pflichtspielen glückten, wirklich verlassen sollte?

Seit Jahren schon zeigen die Frankfurter, wie wichtig die Komponenten Euphorie, Mentalität und Teamgeist sind. Neuankömmlinge integrieren sich schnell, auch Trainer Oliver Glasner und Sportvorstand Krösche haben sich rasch eingelebt.

Die Eintracht bezahlt ordentlich, sie hat sich sportlich enorm gesteigert. Das Gesamtpaket kann also auch am Main stimmen.

Nur FC Bayern und BVB in vergangenen Jahren erfolgreicher

Der Abgang aus diesem Umfeld ist daher kein leichter.

In Frankfurt greifen seit rund sechs Jahren viele Rädchen ineinander, nur der FC Bayern (sechs Meisterschaften, zwei Pokalsiege, ein Champions-League-Titel) und Dortmund (zwei Pokalsiege) sammelten in diesem Zeitpunkt mehr Trophäen.

Stars wie Kostic, Kamada oder N‘Dicka sollten daher genau überlegen, ob sie ihr Wohlfühlbecken verlassen.

Mahnende Beispiele gibt es eine Menge.

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