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TV-Reichweite sinkt: Drastische Einbußen bei den Öffentlich-Rechtlichen

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TV-Reichweite sinkt: Drastische Einbußen bei den Öffentlich-Rechtlichen

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TV: 2. Liga spannender als Bundesliga

Die Bundesliga-Saison 2021/2022 verliert bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern rund 19% an Zuschauern gegenüber der „Corona-Saison“ 2020/2021. Was sind die Gründe für den Rücklauf der Zuschauerzahlen?
Eine Party in Blau und Weiß auf dem Rudi-Assauer-Platz: 22.000 Anhängerinnen und Anhänger des FC Schalke 04 haben die Mannschaft am Montag lautstark gefeiert.
. SPORT1
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von SPORT1

Der Meister ist gekürt, die Absteiger stehen fest, doch die ganz große Spannung blieb aus. Die Bundesliga-Saison 2021/2022 ist seit dem vergangenen Wochenende Geschichte. Die fehlende Spannung blieb auch dem Fan vor den TV-Geräten nicht verborgen. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Im Schnitt sahen 3,91 Millionen Menschen die Bundesliga-Highlights in der ARD. Das entspricht einem Marktanteil von 18,6 Prozent. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Starker Quoteneinbruch bei den Öffentlich-Rechtlichen

In der Vorsaison war das Interesse der Zuschauer jedoch deutlich höher. Damals sahen noch 4,791 Millionen Zuschauer die Highlights im Ersten, der Marktanteil lag bei 19,0 Prozent. Es ergibt sich ein Verlust von rund 900.000 Zuschauerinnen und Zuschauern.

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sucht derweil die Gründe für den Einbruch in der Pandemie. „Zunächst einmal schauen die Menschen weniger Fernsehen als in der Hauptcoronazeit. Deshalb ist der Verlust bei den Marktanteilen im Vergleich zur Vorsaison deutlich geringer als bei den Zuschauerzahlen. Das sportliche Spannungsmoment, das es in puncto Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga leider in dieser Saison wieder nicht gab, spielte sicherlich eine Rolle“, sagt Balkausky zu DWDL.de.

Auch beim „Aktuellen Sportstudio“ im ZDF ist ein deutlicher Rückgang der Zuschauerzahlen zu erkennen. Während in der Saison 2020/2021 noch 2,01 Millionen Menschen die Sendung vor den Bildschirmen verfolgten, schauten in dieser Saison nur noch 1,78 Millionen Menschen die Sportsendung. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Thomas Fuhrmann, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Sport, gab ebenfalls unter anderem die Pandemie als Grund an: „Leere Zuschauerränge durch die Pandemie und fehlende Spannung im Meisterschaftskampf steigern nicht die Attraktivität der Bundesliga - und das spiegelt sich auch in den Zuschauerzahlen wider“.

Die 2. Liga boomt

Etwas anders sieht es hingegen in der 2. Bundesliga aus. Durch Vereine wie Schalke 04 und Werder Bremen bekam die Liga ordentlich an Attraktivität hinzu. Das honorierten auch die Fans.

Das 2. Liga Topspiel am Samstagabend, das exklusiv auf SPORT1 übertragen wurde, erreichte im Schnitt 460.000 Fans ab drei Jahren.

„Der Samstagabend hat sich damit als Sendeplatz für das neue Topspiel im Free-TV etabliert, trotz der erwähnten Auswirkungen durch Geisterspiele oder Begegnungen mit deutlich verringerter Zuschauerauslastung in den Stadien“, freut sich SPORT1-Geschäftsführer Olaf Schröder.

„Das spektakuläre Saisonfinale in der 2. Bundesliga zeigt, was möglich ist: 1,4 Millionen Zuschauer in der Spitze und rund eine Million im Schnitt sahen Schalkes Aufstiegstriumph gegen St. Pauli live im Free-TV auf Sport1. Insgesamt haben wir mit der 2. Liga im Saisonverlauf dreimal die Millionenmarke in der Spitze geknackt“, führt Schröder weiter aus.

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