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Warum der FC Bayern mit Müller-Vertrag bis 2024 das richtige Signal sendet - Kommentar

Bayern setzt das richtige Zeichen

Thomas Müller verlängert beim FC Bayern – anders als ursprünglich angedacht erst einmal „nur“ bis 2024 statt 2025. Der Verein setzt mit der kürzeren Vertragsdauer das richtige Zeichen, findet SPORT1-Chefreporter Kerry Hau.
Thomas Müller (r.) bleibt Julian Nagelsmann und dem FC Bayern erst einmal nur eine weitere Saison erhalten
Thomas Müller (r.) bleibt Julian Nagelsmann und dem FC Bayern erst einmal nur eine weitere Saison erhalten
© SPORT1-Grafik: Imago/SPORT1
Kerry Hau
Thomas Müller verlängert beim FC Bayern – anders als ursprünglich angedacht erst einmal „nur“ bis 2024 statt 2025. Der Verein setzt mit der kürzeren Vertragsdauer das richtige Zeichen, findet SPORT1-Chefreporter Kerry Hau.

Es müllert weiter an der Isar!

Die zwischenzeitlich aufgekeimten Gerüchte um ein Interesse aus der englischen Premier League waren nichts als ein laues Lüftchen – oder frei nach Karl-Heinz Rummenigge: „Eine Ente, die auf einem Münchner See gelandet ist.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Thomas Müller und der FC Bayern – das passt und gehört einfach zusammen!

Müller ist Identifikationsfigur des FC Bayern

Die Vertragsverlängerung mit dem Urgestein ist insofern wichtig, weil er mehr als nur ein Leistungsträger ist. Unabhängig von den 36 Torbeteiligungen, die auch in dieser Saison schon wieder auf seinem Konto stehen, ist der 32-Jährige eine Identifikations- und Führungsfigur.

Ein rar gewordener „Typ“, mit dem sich die Fans des Rekordmeisters vollumfänglich identifizieren können und der für die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft enorm wertvoll ist. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Klar: Dass auch Müller mal ungemütlich werden kann, wenn er seine Leistung nicht abruft und als Konsequenz dessen auf die Bank muss, ist seit der Zeit unter Carlo Ancelotti und insbesondere unter Niko Kovac hinlänglich bekannt.

Nichtsdestotrotz ist er ein Gewinn für die Kabine, der den stetigen Erfolgshunger und die klubeigene DNA, das „Mia san mia“, auf erfrischende Art und Weise vorlebt und an jüngere Spieler weitergibt.

Müller will immer gewinnen - selbst an der Konsole

Mit Joshua Kimmich schickt sich einer der „nächsten“ Generation zwar an, der Kapitän der Zukunft zu werden, aber Müller ist eben immer noch Müller, sein Wort hat Gewicht. Und die meisten seiner Mitspieler beschreiben ihn als coole Socke und Entertainer, der aber immer gewinnen will, sobald es in den Wettkampf-Modus geht – nicht nur in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League, sondern selbst wenn er mit seinen Kollegen auf dem Golfplatz steht, Schafkopf spielt oder bei Auswärtsfahrten mit an der Konsole Mario Kart zockt.

Die Müller-Mentalität ist Gold wert für die Bayern!

Dass die Bosse ihm „nur“ einen neuen Ein-Jahres-Vertrag bis 2024 geboten haben, obwohl er ursprünglich lieber gerne sofort um zwei weitere Jahre verlängert hätte, ist dennoch das richtige Signal.

Macht es Bayern wie Real mit Modric?

An Trainer Julian Nagelsmann, der Schritt für Schritt einen Umbruch vollziehen und unangenehme Entscheidungen fällen muss. Aber auch an jüngere Spieler, die in Müllers Fußstapfen treten sollen – allen voran Jamal Musiala, der bei seinem Können und Talent eigentlich jetzt schon mehr Spielzeit erhalten müsste als Nagelsmann ihm ermöglicht.

Das Leistungsprinzip steht über allem! Bei seinem Vertragsende 2024 wäre Müller fast 35. Sollte er dann immer noch zuverlässig liefern, spräche nichts gegen eine erneute Verlängerung. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Dass die Devise „Wir schauen von Jahr zu Jahr“ fruchten kann, zeigt sich im Fall von Luka Modric bei Real Madrid. Denn solange der inzwischen 36 Jahre alte Kroate performt, haben die Königlichen auch kein Problem damit, ihm immer wieder einen neuen Vertrag anzubieten.

Wenn jemandem zuzutrauen ist, ähnlich lange auf diesem Level zu bestehen, dann Thomas Müller.

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