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Schalke: So viel kosten Harit & Co. - der große Leih-Report

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Schalke: So viel kosten Harit & Co. - der große Leih-Report

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So viel Kohle kosten Harit und Co.

So viel Kohle kosten Harit und Co.

Schalke 04 ist fleißig auf dem Transfermarkt unterwegs. Bei den Abgängen wartet allerdings noch viel Arbeit auf die Knappen und Rouven Schröder.
Nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga ist der FC Schalke 04 in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet.
Patrick Berger
Patrick Berger

Mit einem 14:0-Testsieg gegen Bezirksligist VfB Hüls ist der FC Schalke 04 am Mittwoch in die neue Saison 2022/23 gestartet.

Beim ersten Sommer-Kick noch nicht dabei: Die sechs Leih-Stars, die den Königsblauen nun wieder allesamt ordentlich auf der Tasche liegen.

Sportchef Rouven Schröder, der mit seinem Team nach dem Aufstieg unter Hochdruck am Kader für die Bundesliga bastelt, will diese Spieler unbedingt abgeben. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Zusammengerechnet kosten Amine Harit und Co. den klammen Pott-Klub aufgrund ihrer Top-Gehälter monatlich mehr als eine Million Euro.

SPORT1 gibt eine Übersicht über den Stand der Leihspieler, die - sollten sie in den nächsten Tagen keinen neuen Verein finden - am 4. Juli vorerst wieder zurück auf Schalke sein werden: (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Amine Harit (nach Leihe von Marseille, Vertrag bis 2024):

Der Marokkaner zeigte bei OM gute Leistungen, kam in seinen 34 Einsätzen auf neun Torbeteiligungen (fünf Tore, vier Vorlagen).

„Amine hat das Jahr in Marseille unheimlich gutgetan“, findet auch Schröder. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)

Die Franzosen wollen den Dribbelkünstler gerne behalten, stecken aber in finanziellen Schwierigkeiten. Sie müssen erst verkaufen, um richtig bieten zu können.

Französische Medienberichte über ein angebliches 8-Millionen-Angebot an Schalke stimmen nicht. Mit einem monatlichen Grundgehalt von rund 400.000 Euro ist Harit für die klammen Knappen viel zu teuer.

Ein erneuter Transfer des Offensivspielers könnte sich - wie schon im letzten Sommer - ziehen.

Am Freitag wurde zudem bekannt, dass Trainer Jorge Sampaoli den Verein verlässt. Berichten zufolge sei er unzufrieden mit der zurückhaltenden Transferpolitik des Klubs gewesen. Ob dieser Personalwechsel Auswirkungen auf die Harit-Zukunft haben wird?

Eigentlich nicht. Nach SPORT1-Informationen hat Klub-Boss Pablo Longoria Harit nämlich schon im Winter die Zusage für eine Zusammenarbeit über den Sommer hinaus gegeben. Deshalb hat Harit auch ein gutes Angebot von Galatasaray Istanbul abgelehnt.

Ozan Kabak (nach Leihe von Norwich, Vertrag bis 2024):

Die Leihe des 22 Jahre alten Innenverteidigers nach England floppte. Nur elf Ligaspiele machte der Türke für Absteiger Norwich City, verletzte sich leider im Saisonfinale am Oberschenkel.

Kabaks Marktwert ist von 29 Millionen Euro (März 2020) auf zehn Millionen gefallen.

Auf Schalke, wo grundsätzlich ein neuer Abwehrchef gesucht wird, sprengt er mit einem Grundgehalt von 3,5 Millionen Euro pro Jahr (rund 300.000 Euro monatlich) das Gehaltsbudget. Er muss (und will) weg. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

OGC Nizza mit Ex-BVB-Coach Lucien Favre ist interessiert, das erste Angebot über sechs Millionen Euro stimmte die Königsblauen aber noch nicht zufrieden.

Can Bozdogan (nach Leihe von Besiktas, Vertrag bis 2024):

28 Einsätze (16 Mal Startelf) hat der Deutsch-Türke in der abgelaufenen Saison für Besiktas Istanbul gemacht - ordentlich! Trotz eines überschaubaren Grundgehalts von monatlich „nur“ 45.000 Euro (540.000 Euro jährlich) will S04 den gebürtigen Kölner nicht behalten.

Der Spieler schaut sich mit seinem Management nach potenziellen Abnehmern um.

Rabbi Matondo (nach Leihe von Cercle, Vertrag bis 2023):

In Belgien trumpfte der Flügelflitzer auf. Mit zehn Treffern und zwei Assists in 27 Pflichtspielen war der 21-Jährige Top-Scorer bei Cercle Brügge. (NEWS: Alle News und Gerüchte vom Transfermarkt)

Mit einem Grundgehalt von mehr als drei Millionen Euro (mehr als 300.000 Euro monatlich) verdient das einstige Mega-Talent, das 2019 für eine stattliche Ablöse von neun Millionen Euro von Manchester City gekommen war, deutlich mehr als Top-Torjäger Simon Terodde.

Brügge war nach SPORT1-Informationen bereit, die Klausel in Höhe von 3,5 Millionen Euro zu ziehen. Spieler und Verein konnten sich aber nicht einigen. Interessenten gibt es genügend, sie alle können den Forderungen Matondos aber kaum nachkommen.

Hamza Mendyl (nach Leihe von Gaziantep, Vertrag bis 2023):

Der Marokkaner gilt als Transfer-Missverständnis. Etwas mehr als sechs Millionen Euro überwiesen die Gelsenkirchener vor vier Jahren an den OSC Lille. Der Linksverteidiger, dessen Marktwert auf 800.000 Euro geschrumpft ist, konnte sich nie wirklich durchsetzen.

Zuletzt war der 24-Jährige an Gaziantepspor verliehen, machte in der Türkei 23 Spiele (ein Tor, zwei Assists). Er verdient zwei Millionen Euro jährlich (rund 160.000 Euro monatlich) - kein Verein wird ihm so viel zahlen.

Levent Mercan (nach Leihe von Karagümrük, Vertrag bis 2023):

In der Türkei kam der Mittelfeldspieler auf 22 Einsätze, kam aber beim Tabellenachten der Süper Lig meist nur von der Bank. Schalke plant eindeutig ohne sein Eigengewächs, das sich gehaltstechnisch in etwa auf dem (überschaubaren) Niveau von Kumpel Bozdogan bewegt.

Passiert bis zum Wochenende nichts, wird S04 seine teuren Ladenhüter zunächst ins Training aufnehmen müssen.

„Wir stehen alle im Austausch“, sagt Schröder über die Leihspieler. „Ich kann aber nicht hexen, gerade in der besagten Kostenstruktur sind Überlegungen nicht so schnell getroffen. Fakt ist, es wird hier keine Trainingsgruppe zwei geben. Wir werden alle Spieler genauso integrieren wie in der vergangenen Saison, als sich die Jungs ebenfalls gut verstanden und professionell gearbeitet haben.“

Alles zur Bundesliga bei SPORT1: