Anzeige
Home>Fußball>Bundesliga>

Eintracht Frankfurt: So gelang der Transfer-Coup um Senkrechtstarter Kolo Muani

Bundesliga>

Eintracht Frankfurt: So gelang der Transfer-Coup um Senkrechtstarter Kolo Muani

Anzeige
Anzeige

So holte SGE den Senkrechtstarter

So holte SGE den Senkrechtstarter

Randal Kolo Muani ist die Überraschung bei Eintracht Frankfurt. An dem ablösefreien Transfer hatten die Hessen lange gestrickt.
Die Eintracht bekommt in letzter Minute einen Elfmeter. Dann schaltet sich der Videoassistent ein. Der Schiedsrichter ist sich plötzlich nicht mehr so sicher und nimmt den Strafstoß zurück.
Christopher Michel
Christopher Michel

Als Eintracht Frankfurt beim Eröffnungsspiel gegen den FC Bayern München unter ging, gab es einen Lichtblick. Der zur Pause eingewechselte Randal Kolo Muani beschäftigte die Abwehr des deutschen Rekordmeisters unentwegt und erzielte den Ehrentreffer. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Sein Landsmann Dayot Upamecano war in einigen Laufduellen enorm gefordert und rettete teilweise in letzter Sekunde. Nach Abpfiff der Partie sprachen die beiden Franzosen noch einige Minuten. Upamecano gab Kolo Muani mit auf den Weg, dass er ihm in Zukunft noch viel zutraue.

Eintracht-Trainer Glasner lobt Kolo Muani

Die ersten Minuten in der Bundesliga hatten Eindruck hinterlassen. Kolo Muani kam im Sommer ablösefrei vom FC Nantes an den Main. Er durfte im Duell bei Hertha BSC am zweiten Spieltag sein Startelfdebüt geben. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Der 23-Jährige überzeugte in vielerlei Hinsicht: Kolo Muani gab den Assist zum Ausgleich, er agierte stark im Pressing und Dribbling, mit einer Top-Speed von 33,81 km/h war er schnellster Akteur auf dem Platz. „Wenn er so weiterspielt, dann wird er noch viele Spiele machen“, sagte Trainer Oliver Glasner über den Senkrechtstarter und betonte: „Das war eine tolle Leistung.“

Nach dem Abgang von Filip Kostic wird Kolo Muani mit seinen Fähigkeiten noch wichtiger. Doch wie konnte sich die Eintracht dessen Dienste sichern? Ben Manga, heutiger Direktor Profifußball, war in seiner vorherigen Rolle als Chefscout schon sehr früh an ihm dran. Manga und der damalige Sportvorstand Fredi Bobic erkannten bei ihren Beobachtungen auf Anhieb, welch großes Talent in dem Stürmer schlummert.

Ben Manga knüpfte bereits 2020 Kontakt

Kolo Muanis Agentur MDC Advisors erklärte im Gespräch mit SPORT1: „Ben Manga nahm von Beginn an eine entscheidende Rolle bei diesem Transfer ein. Er kam schon 2020 auf uns zu. Wir hatten gleich eine besondere Beziehung aufgebaut. Manga hat den Weg von Kolo Muani eng begleitet und ihm die Eintracht-Philosophie erklärt.“ Kolo Muani jedenfalls war vom ersten Moment an überzeugt von der Aufgabe bei den Hessen.

Obwohl Mannschaften wie Paris Saint-Germain, AC Mailand oder aus Deutschland Hertha BSC und SC Freiburg anklopften, war die Entscheidung für den wuchtigen Angreifer längst getroffen. Er war beeindruckt davon, wie genau Frankfurt ihn beobachtet hatte. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Keine Ausstiegsklausel

So zeigte ihm Manga auf, dass er noch einen Tick egoistischer vor dem Tor werden müsse. Das Abspiel zum richtigen Zeitpunkt dürfe Kolo Muani – wie in Berlin passiert – nicht vernachlässigen. Doch in Sachen Zielstrebigkeit war und ist noch immer Luft nach oben. In Nantes steigerte er seine Quote zwar von neun auf zwölf Liga-Tore. Im Optimalfall wäre allerdings noch mehr gegangen.

Die Eintracht jedenfalls hat sich ein Juwel geangelt. Sportvorstand Markus Krösche hat den Deal in sehr guten Gesprächen in Paris endgültig unter Dach und Fach gebracht und den Frankfurtern lange vor dem Triumph in der Europa League einen Angreifer mit viel Perspektive gesichert.

Es war ein Transfer, der rund 15 Monate vor Unterschrift unter den bis 2027 laufenden Vertrag – der SPORT1-Informationen zufolge keine Ausstiegsklausel hat - angeleiert wurde. Das lange Ringen um Kolo Muani – es hat sich, so der erste Eindruck nach 135 Bundesliga-Minuten, gelohnt. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Alles zur Bundesliga auf SPORT1:

8. Juni 1991: Eintracht Frankfurt spielt unentschieden gegen St. Pauli. Das Besondere: Es ist die 602. und damit letzte Partie für Rekordspieler Karl-Heinz "Charly" Körbel.
01:16
SPORT1 Bundesliga Classics: So wurde Charly Körbel zum Rekordspieler