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"Lauter Kaufhaus-Detektive": Schalke-Boss Knäbel sauer auf VAR

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"Lauter Kaufhaus-Detektive": Schalke-Boss Knäbel sauer auf VAR

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„Kaufhaus-Detektive“: Schalke sauer

„Kaufhaus-Detektive“: Schalke sauer

Mit neuen Aussagen von Peter Knäbel und Sebastian Polter nimmt die Kritik an den VAR-Entscheidungen bei Schalkes Auftakt gegen Köln zu. Der Zeitpunkt für Veränderungen sei nun gekommen.
Jonas Hector sorgt zum Bundesliga-Start für eine Fair-Play-Geste. Nach einem harten Foul von Drexler und der daraus resultierenden Roten karten für den Schalker, versucht Kölns Kapitän zu trösten.
. SPORT1
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von SPORT1

Beim FC Schalke 04 scheint man noch nicht über die bittere Auftaktpleite in Köln hinweg zu sein.

Nachdem der VAR mehrere Situationen zu Ungunsten der Schalker entschied, hat nach Sportdirektor Rouven Schröder nun auch Sportvorstand Peter Knäbel deutliche Kritik geübt und Änderungen gefordert. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Wenn da im Keller lauter Kaufhaus-Detektive sitzen und nach einem Bild suchen, in dem man irgendeine Schuld beweisen kann, dann werden die Werte des Spiels nicht respektiert“, bemängelte Knäbel.

In Köln erkannte Schiedsrichter Robert Schröder den vermeintlichen Schalker Führungstreffer von Rodrigo Zalazar wegen Abseits ab und zeigte Dominick Drexler eine strittige Rote Karte, nachdem er sich die Aktion im Nachgang mehrmals angesehen hatte. (NEWS: Sperre für Draxler steht fest)

Käbel: „Kontext des Spiels wichtiger als einzelnes Bild“

Vor allem beim strittigen Platzverweis vermisste Knäbel den Einfluss des Schiedsrichters.

„Wenn der Schiedsrichter erklärt, er kommt an dem Bild nicht vorbei, dann ist das eine Technik-Hörigkeit, die dem Fußball schadet“, meinte der 55-Jährige, für den die Situation entscheidender als die Momentaufnahme ist: „Der Hergang und der Kontext des Spiels sind wichtiger als das einzelne Bild, das einen bestimmten Moment wiedergibt.“

Schalke 04 verliert zum Saisonauftakt beim 1. FC Köln. Ex-BVB-Star Kevin Großkreutz saß als Zuschauer auf der Tribüne und freute sich zu Beginn ganz besonders, inklusive abfälliger Geste.
01:22
Nach aberkanntem Tor! Kevin Großkreutz provoziert die Schalke-Fans

Diesen Kontext sollte der Schiedsrichter beurteilen, anstatt sich auf die „Kaufhaus-Detektive“ im Kölner Keller zu verlassen. Schließlich werde man nach Knäbels Einschätzung Schiedsrichter, um selbst zu entscheiden.

Schalkes Sportvorstand erkennt ein grundsätzliches Problem, bei dem er den in Köln eingesetzten Schröder nicht als Ursache sieht. Der 36-Jährige gehöre für ihn sogar zu den besonders hoffnungsvollen Schiedsrichtern. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Polter: „Videobeweis darf gar nicht eingreifen“

Mit Sebastian Polter positionierte sich auch ein Spieler klar. „Für mich ist das keine Rote Karte, weil keine Intensität drin war. Es war zuerst auch keine klare Fehlentscheidung, da darf der Videobeweis gar nicht eingreifen“, meinte der Stürmer im Podcast kicker meets DAZN über die Rote Karte von Mannschaftskollege Drexler. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Der FC Schalke 04 unterliegt bei seiner Bundesliga-Rückkehr dem 1. FC Köln mit 1:3. Dabei hadern die Königsblauen vor allem mit zwei Entscheidungen des VAR.
06:33
1. FC Köln - FC Schalke 04 (3:1): Tore und Highlights | Bundesliga

Er sei sich bewusst, dass man aus Schalke-Sicht eigentlich nach vorne blicken sollte. Trotzdem sei jetzt der Zeitpunkt, um Veränderungen anzustoßen: „Man muss ein klares Signal an die Schiedsrichter senden, dass wir Spieler in solchen Situationen noch mehr involviert werden.“

Für den Ex-Bochumer ist beim Foul von Drexler vor allem die Geschwindigkeit entscheidend, deren Eindruck durch die Bilder in der Zeitlupe verfälscht werden kann: „Gerade in solchen langsamen und unkontrollierten Aktionen, bei denen keine Absicht dabei ist, muss man aufpassen, dass man eine Rote Karte gibt. Das ist etwas anderes, als wenn jemand mit 300 km/h ankommt.“

Als eine Maßnahme befürwortet der 31-Jährige die Einbindung von ehemaligen Profis: „Wenn man die Meinung eines Ex-Profis dazunimmt, kann das schon helfen.“

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Am 09.10.1976 kassiert der FC Bayern die höchste Niederlage ihrer Bundesligageschichte. Gegen Schalke kommen die Bayern mit 0:7 unter die Räder.
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SPORT1 Bundesliga Classics: FC Bayern verliert mit 0:7 gegen FC Schalke