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Marseille-Hölle für Eintracht Frankfurt - "Wie im Bürgerkrieg": SGE-Präsident Fischer teilt aus

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Marseille-Hölle für Eintracht Frankfurt - "Wie im Bürgerkrieg": SGE-Präsident Fischer teilt aus

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SGE-Boss wütet: „Wie im Bürgerkrieg“!

SGE-Boss wütet: „Wie im Bürgerkrieg“!

Die Reise nach Marseille beschäftigt Eintracht Frankfurt weiterhin. Präsident Peter Fischer kritisiert die Verhältnisse rund um das Champions-League-Duell im Süden Frankreichs scharf.
SPORT1 Reporter Christopher Michel war beim Spiel zwischen Olympique Marseille und Eintracht Frankfurt vor Ort und schildert seine Erfahrungen von den Ausschreitungen.
Christopher Michel
Christopher Michel

Es waren Bilder, die für Fans von Eintracht Frankfurt nicht bekannt waren.

Statt eines Feiertages im ersten Champions-League-Auswärtsspiel der Vereinsgeschichte zu erleben, endete die Reise nach Marseille im Debakel. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Präsident Peter Fischer blickte in seiner knapp einstündigen Rede bei der Mitgliederversammlung des Traditionsklubs auf die Erlebnisse in und um das Stade Velodrome von Olympique zurück: „Ich muss in diesen Zeiten mit dem Begriff Krieg vorsichtig sein. Aber in Marseille hatten wir Zustände wie im Bürgerkrieg.“

Fischer entsetzt von Zuständen in Marseille

Die drei Tage rund um die Partie im Süden Frankreichs waren so nicht erwartbar. Bereits am Montagabend, 24 Stunden vor Anpfiff, „wurden unsere Fans mit Säbeln und Degen durch die Stadt gejagt“.

Am Spieltag selbst habe es permanent „rund um das Stadion gebrannt“, wie Fischer erschüttert festgestellte: „Unsere Autos wurden beworfen, auch Elektroroller flogen durch die Gegend.“

Der Eintracht-Präsident sprach von einem „extremen Hass“, den die Frankfurter in Marseille erlebt hätten. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Nach den Ausschreitungen im Champions League Gruppenspiel gegen Olympique Marseille zeigt sich Frankfurt Vorstandsmitglied Philipp Reschke entsetzt von den Ausschreitungen.
01:49
Entsetzen nach Ausschreitungen bei Olympique Marseille bei Eintracht Frankfurt

Gegenstände flogen von Block zu Block, neben Pyro-Fakeln auch Rasierklingen, Parfümflaschen oder andere schwere Gegenstände. Ein Eintracht-Fan wurde tragischerweise schwer getroffen.

Fischer konnte keine Entwarnung geben: „Michael liegt bis heute im Krankenhaus. Wir können ihm nur alles Gute wünschen. Ihm geht es nicht gut.“

„Zustände in unserem Block unvorstellbar“

Die Ausschreitungen in Marseille gingen weit über das normale Maß weit hinaus. Das Stadion glich einem rechtsfreien Raum, Polizei und Ordner griffen zu keinem Zeitpunkt ein.

„Die Zustände in unserem Block, der pausenlos beschossen wurde, waren unvorstellbar. Wer das nicht live und mit der Angst miterlebt hat, der kann das nicht nachvollziehen“, sagte Fischer.

Auch die eigenen Fans nahm der Präsident in die Pflicht: „Wir haben klare Linien und Grenzen! Wir wollen ein extrem fan-naher Klub bleiben. Wenn Pyro aus der Hand fliegt oder wir einen Platzsturm sehen, dann sind das rote Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen.“

Präsident Fischer nimmt SGE-Fans in die Pflicht

Darüber dürfe auch das UEFA-Urteil, das Fischer als „ein Mini-Urteil“ bezeichnete, hinwegtäuschen. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Er forderte: „Wir alle wollen die Champions League ohne Zuschauerausschluss genießen und die Mannschaft unterstützen. Wenn wir die K.o.-Phase erreichen, dann ist bei uns in Frankfurt die Hölle los.“

Um das erleben zu können, darf nichts mehr vorfallen. Die Eintracht-Fans stehen in der Pflicht – auch wenn die Geschehnisse in Marseille noch immer alles überschatten.

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