Die Vergabe der Kopa-Trophäe löste bei vielen Beobachtern Unverständnis aus.
Ballon d‘Or: Kritik an Vergabe der Kopa-Trophäe - „Haben nicht viel Ahnung“
Ballon d‘Or? „Haben nicht viel Ahnung“
Barca-Star Gavi wurde im Rahmen der Ballon-d‘Or-Gala in Paris als bester U21-Spieler ausgezeichnet. Die aus der Bundesliga hoch gehandelten Jamal Musiala (FC Bayern) und Jude Bellingham (Borussia Dortmund) belegten lediglich die Ränge drei und vier. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Auch Bayern-Trainer Julian Nagelsmann zeigte sich im Anschluss überrascht: „In meinen Augen haben sowohl Jamal als auch Jude Bellingham eine bessere Saison gespielt als der Gewinner.“
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SPORT1-Chefreporter Kerry Hau kann den Unmut des Coaches nachvollziehen. „Das Ganze wurde von ehemaligen Ballon-d‘Or-Siegern gewählt. Und da muss ich sagen, die haben nicht viel Ahnung. Sorry, aber diese Meinung teile ich einfach nicht“, erklärte er im SPORT1-Podcast „Die Bayern-Woche“.
Gavi habe mit dem FC Barcelona in der vergangenen Saison „nichts gerissen“, führte Hau aus. „Er war auch nicht der absolute Überspieler - das war Pedri. Es ist nicht korrekt, ihn auf Platz eins zu wählen.“
Bundesliga wird weniger beachtet
Der Chefreporter führte auch einen Grund für die Ergebnisse der Wahl an: „Vereine, wie der Barcelona haben einen Vorsprung. Sie werden mehr gehypt. Da muss der FC Bayern noch hinkommen.“
Er wünscht sich von den Juroren einen Blick über den Tellerrand. „Es ist schade, dass die Ballon-d‘Or-Sieger aus der Jury nicht in die Bundesliga schauen“, stellte Hau klar. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Musiala hatte sich nach dem DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg auch selbst zur Wahl geäußert: „Ich habe natürlich gedacht, dass ich die Möglichkeit habe, den Preis zu gewinnen - oder auch Jude.“