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Abgang bei Eintracht Frankfurt - Deshalb geht Ben Manga zum FC Watford

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Abgang bei Eintracht Frankfurt - Deshalb geht Ben Manga zum FC Watford

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„Perlentaucher“ verlässt die Eintracht

Ben Manga und Eintracht Frankfurt werden nach sechseinhalb Jahren getrennte Wege gehen. Beim englischen Zweitligisten FC Watford winkt Manga eine große Chance.
Randal Kolo Muani hat sich auf den letzten Drücker ein WM-Ticket geschnappt. Der Angreifer von Eintracht Frankfurt wurde aufgrund der Verletzung Christopher Nkunkus für Frankreich nachnominiert. Mit diesen Bundesliga-Toren verzückte er die Fans.
Christopher Michel
Christopher Michel

Die Erfolge von Eintracht Frankfurt in den vergangenen sechseinhalb Jahren sind eng mit Ben Manga verbunden. Auch wenn der Vertrag bei seinem neuen Klub noch nicht unterschrieben ist, so steht der Wechsel zum FC Watford fest. In den kommenden Tagen sollte Klarheit herrschen.

Der frühere Chefscout stieg im März 2021 bei der Eintracht vielumjubelt zum Direktor Profifußball auf und war mit seinem großen Stab an vielen Toptransfers, wie denen von Evan N‘Dicka, Tuta, Rafael Borré und Randal Kolo Muani, beteiligt.

Als Sportvorstand Fredi Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner ihre Abgänge zum Sommer verkündeten, kehrte durch diese Entscheidung für Manga auf einen Schlag Ruhe ein.

Watford sichert sich Dienste von Manga

Das Vertrauen in ihn war groß. Die Triumphe in DFB-Pokal und Europa League sind schließlich auch dem guten Auge des früheren Profis zu verdanken gewesen. Und sie haben seinen Wert auf dem Markt steigen lassen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Der FC Watford wird sich die Dienste von Manga, der SPORT1-Informationen zufolge auch seine wichtigsten Scouts mitnehmen wird, trotz bis 2026 laufenden Vertrags ablösefrei sichern.

Die Eintracht-Verantwortlichen und der Mann aus Äquatorial-Guniea haben sich in final sehr gut verlaufenden Gesprächen auf eine Auflösung des Kontrakts geeinigt. Sie wollen Manga nach seinen großen Verdiensten für den Klub keine Steine in den Weg legen. Die Adresse Watford ist auch ohne Champions League im Gepäck eine hochattraktive.

Krösche und Manga hatten verschiedene Scoutingansätze

Die Hornets belegen in der zweiten englischen Liga den vierten Platz und haben die direkten Aufstiegsplätze eins und zwei (sieben und fünf Punkte Rückstand) im Blick, sie wollen sich in Zukunft in der Premier League etablieren. Mit Manga, der in Frankfurt respektvoll Perlentaucher genannt wurde, sieht Eigentümer Gino Pozzo große Chancen, dieses ambitionierte Vorhaben zu erreichen.

Das Budget dafür ist zwar groß, dennoch ist Kreativität bei diesem Hauen und Stechen in England gefragt. Manga hat oftmals gezeigt, aus wenig viel machen zu können. Ein Faustpfand!

Bei der Eintracht hat es final in der Zusammenarbeit mit Sportvorstand Markus Krösche auf fachlicher Ebene nicht mehr zusammengepasst. Bei den Sommer-Neuzugängen Mario Götze und Dina Junior Ebimbe oder dem ersten Winter-Transfer Paxten Aaronson etwa war Manga SPORT1-Informationen zufolge nicht mehr involviert.

Krösche setzt beim Scouting verstärkt auf Daten und einen schlankeren Apparat. In diesem Bereich heißt der Mann des Vertrauen Bastian Quentmeier, Leiter Datenanalyse. Manga hingegen spähte mit einer großen Anzahl an Scouts vor allem vor Ort, hatte einen anderen Ansatz.

Welche Lücke der Abgang von Manga reißt, wird erst die Zukunft zeigen

Der Sprung nach Watford bietet ihm eine große Chance. Manga wird mit großer Macht ausgestattet. Er will seinen nächsten Entwicklungsschritt gehen, auch öffentlich präsenter werden. Bei der Eintracht war seine Expertise nicht mehr wie im früher gewohnten Maß gefragt, der Einfluss bei der Mitsprache von Transfers nahm zunehmend ab.

Krösche setzt auf ein anderes System, das Wort von Lizenzspielerleiter Timmo Hardung erhält in Zukunft noch mehr Gewicht. Manga wird den Klub durch die große Tür verlassen. Sein ursprüngliches Ziel, zehn Jahre bei der Eintracht zu arbeiten, ließ sich unter den Umständen – verschiedene Arbeitsansätze auf Führungsebene und die hochattraktive Chance FC Watford - nicht mehr halten.

Welche Auswirkung das auf die Transferstrategie der Eintracht hat wird sich erst in einigen Jahren bewerten lassen. Eine kurzfristige Lücke reißt dieser Abgang eines sehr gut vernetzten Mitarbeiters zweifelsohne.

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