Unfair oder nicht so dramatisch?
FC Bayern: "... dann muss er mit dem Fußball aufhören" - Klartext zu Kimmich im STAHLWERK Doppelpass
Kimmich-Wirbel sorgt für Diskussionen
Der Wirbel um Joshua Kimmich und seine Aktion nach Abpfiff der Bundesliga-Partie zwischen dem SC Freiburg und dem FC Bayern sorgt auch einen Tag nach der Partie für rege Diskussionen. Friedhelm Funkel verteidigte den Bayern-Star für seinen Jubel: „Als Trainer wünscht man sich doch solche Spieler, als Trainer hast du ja auch Emotionen“, sagte der 69-Jährige im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1.
Was war passiert? Kimmich hatte nach dem Spiel, das die Münchner durch ein Tor von Matthijs de Ligt mit 1:0 gewannen, demonstrativ in Richtung der Heimfans gejubelt und sich so den Zorn der Freiburger Spieler auf sich gezogen. Es kam zu einem Tumult, bei dem auch Ersatzspieler der Breisgauer mitmischten.
„Ich weiß, dass ich emotional manchmal auch anders reagiert habe, als man sich das wünscht“, betonte Funkel und betonte: „Ich kann Joshua absolut verstehen, das gehört zum Fußball dazu.“
Effenberg: Kimmich-Antwort bemerkenswert
Kimmich selbst rechtfertigte seine Aktion nach dem Spiel und begründete seine Aktion mit der Vorgeschichte. Beim Warmmachen der Münchner lief im Stadion ein zehnminütiges Video des Freiburger Sieges im DFB-Pokal unter der Woche in München. Diese Aktion habe er als Provokation aufgefasst. „Am Ende habe ich mich dazu hinreißen lassen. Ich glaube, es war jetzt nicht so schlimm. Ein bisschen drüber von mir, aber am Ende des Tages einfach Emotion“, erklärte der 28-Jährige.
SPORT1-Experte Stefan Effenberg erklärte: „Ich fand seine Antwort im Interview bemerkenswert, nämlich dass er seine Emotionen im Griff hätte haben müssen. Aber das sind Emotionen, die gehören dazu zum Sport und Fußball.“
Der ehemalige Bayern-Spieler betonte: „Wenn er die Emotionen nicht hat, dann muss er mit dem Fußballspielern aufhören.“
Auch SPORT1-Experte Mario Basler vertrat eine klare Meinung: „Kimmich muss damit auch umgehen können. Wir sind damals überall beschimpft worden, egal wo wir hingekommen sind.“