Die Fehde zwischen Lothar Matthäus und Oliver Kahn geht in die nächste Runde!
FC Bayern: "An Müller sind schon andere Trainer in München gescheitert" - Matthäus warnt Tuchel
„An Müller schon Andere gescheitert“
Der Rekordnationalspieler brachte seine Skepsis gegenüber dem Chef des FC Bayern mit heftigen Vorwürfen erneut zum Ausdruck.
„Es könnte jederzeit etwas passieren, an das man vor drei bis vier Monaten noch nicht gedacht hat. Oliver Kahn hat den Laden auf jeden Fall nicht im Griff“, sagte Matthäus der Bild. Von Präsident Herbert Hainer habe er sich ebenfalls „mehr klare Führung erwartet“, zudem seien die Transfers von Sportvorstand Hasan Salihamidzic „im Nachhinein doch nicht so gut, wie man gedacht hatte“.
Matthäus: Kahn fehlt das „Gespür“ für Bayern
Bei seinem neuerlichen Rundumschlag hat es Matthäus vor allem auf den angezählten Vorstandsboss Kahn abgesehen. Der ehemalige Nationaltorhüter ist spätestens seit dem öffentlichen TV-Streit der beiden einstigen Teamkollegen in München das Lieblingsziel des 62-Jährigen.
„Oliver Kahn ist unsichtbar an der Geschäftsstelle, für die Mitarbeiter!“, konstatierte Matthäus: „Er hat andere Interessen, eine Familie, gerne den Kopf frei, er spielt gern Golf. Auf einmal muss er für ein Unternehmen in der Krise die Verantwortung tragen: eine neue Welt für ihn. Vielleicht hat er das unterschätzt.“
Die Münchener würde den FC Bayern „leben und lieben, sie leiden aktuell mit dem Klub.“ Dies würde Matthäus „beim Mittagessen“ und „Gesprächen auf der Straße“ bemerken: „Aber Oliver geht nicht dorthin, vielleicht fehlt ihm dadurch auch das Gespür, wie die Fans ticken, was sie bewegt.“
Matthäus hatte die Gerüchte um einen Abschied von Kahn bei den Bayern erst unlängst durch öffentliche Aussagen angeheizt. So berichtete der Weltmeister von 1990 davon, dass Ehrenpräsident Uli Hoeneß mit der Besetzung der Bayern-Chefetage „unzufrieden“ sei. Matthäus sprach sich aber gleichzeitig gegen eine Entlassung von Kahn während der laufenden Saison aus.
Die Trennung von Chefcoach Julian Nagelsmann ist für Matthäus mit Blick auf die darauffolgenden Resultate mit dem Scheitern in DFB-Pokal und in der Champions League ein Fehler gewesen, der Kahn und Salihamidzic nun teuer zu stehen komme: „Nagelsmann war kurz vor dem Trainerwechsel noch von Verantwortlichen des FC Bayern der Rücken gestärkt worden. Deshalb hat man seit der Entlassung ein Glaubwürdigkeits-Defizit in der Öffentlichkeit.“
Matthäus schickt Warnung an Tuchel
Auch Nagelsmanns Nachfolger Thomas Tuchel erntet vom Rekord-Nationalspieler Kritik. Seine Entscheidung, Thomas Müller beim Aus in der Königsklasse gegen Manchester City sowohl im Hin- als auch im Rückspiel auf die Bank zu setzen, ist für Matthäus „einfach nicht nachvollziehbar“.
Der Experte warnte den neuen Bayern-Coach daher eindrücklich vor einer Ausbootung des Bayern-Urgesteins: „An Thomas Müller sind schon andere Trainer in München gescheitert.“