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Magath deutlich: Kane „noch nicht so wie Lewandowski“

Kane „noch nicht so wie Lewandowski“

Harry Kane schnürt beim deutlichen Sieg über den VfL Bochum seinen ersten Dreierpack für die Bayern. Felix Magath lobt den Engländer im Doppelpass bei SPORT1 - auf einer Stufe mit Robert Lewandowski sieht er ihn aber noch nicht.
Harry Kane erzielt gegen den VfL Bochum drei Treffer. Trotzdem ist Trainer-Legende Felix Magath noch nicht vollends überzeugt, er findet, dass Kane im Bayern-Spiel noch nicht komplett integriert ist.
Harry Kane schnürt beim deutlichen Sieg über den VfL Bochum seinen ersten Dreierpack für die Bayern. Felix Magath lobt den Engländer im Doppelpass bei SPORT1 - auf einer Stufe mit Robert Lewandowski sieht er ihn aber noch nicht.

Harry Kane hat beim deutlichen 7:0-Sieg des FC Bayern über den VfL Bochum seinen ersten Dreierpack für die Münchner geschnürt. Ohne Zweifel nimmt der Neuzugang vermehrt eine größere Rolle im Team von Thomas Tuchel ein, das in der Bundesliga 13 von 15 möglichen Punkten holte.

Wie die deutsche Trainer-Legende Felix Magath allerdings erklärte, habe der Engländer noch nicht das Standing, das einst Robert Lewandowski inne hatte: „Kane ist ein normaler Fußballer, er ist klar im Kopf. Er weiß, was er will: Tore machen: Weil er weiß, wie das geht, spielt er dementsprechend. Aber trotzdem braucht auch der FC Bayern ein paar Tage, bis sich alle an ihn gewöhnt haben. Das funktioniert noch nicht so wie bei Lewandowski. Es geht aber in diese Richtung“, schilderte Magath im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1.

„Wenn man einen Haaland vorne reinstellt...“

Es sei natürlich nicht zu übersehen, dass Kane ein „starker Torjäger“ sei und „Einfluss auf das gesamte Spiel“ habe. Superstars seiner Riege wären für Magath in jeder Mannschaft gesetzt - selbst wenn der Trainer eine nicht zum Stürmertypen passende Spielidee verfolgen würde.

„Selbst Trainer, die eigentlich eine andere Philosophie haben, sind auf den Trichter gekommen: Wenn man einen Haaland vorne reinstellt, läuft es vielleicht doch besser als ohne.“

Kane erzielte in seinen ersten fünf Bundesligaspielen sieben Tore und trug sich auch beim 4:3-Sieg in der Champions League gegen Manchester United in die Torschützenliste ein.

Draxler-Kritik an frühere Bayern-Verantwortliche

Auch SPORT1-Experte Stefan Effenberg lobte Kane: „Wir messen ihn an den Toren. Aber auch die Vorlagen, die er gibt. Das sieht dann eher aus wie ein Achter, der die Bälle perfekt spielen kann und auch die Mitspieler einsetzt.“ Unter anderem zelebrierte Kane einen Traumpass auf Leroy Sané, der die Vorlage zum 4:0 nutzte.

Doppelpass-Experte Alfred Draxler konnte sich hingegen einen deutlichen Seitenhieb auf die früheren Bayern-Verantwortlichen nicht verkneifen: „Ich frage mich, wer nach dem Weggang von Lewandowski auf die Idee gekommen ist, dass man ohne Strafraumstürmer spielen kann. Jetzt sieht man, wie wichtig so ein Spieler im Bayern-System ist.“