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FC Bayern: "Ewige Jammerei" - Hamann schießt gegen Tuchel

„Ewige Jammerei“: Harte Tuchel-Kritik

Uli Hoeneß kritisierte bereits die Forderungen von Thomas Tuchel nach Verstärkungen. Zwei weitere ehemalige Bayern-Profis legen jetzt nach und fordern ein Umdenken des Trainers.
Vom FC Bayern gibt es in der Causa Mazraoui kaum öffentliche Äußerungen. Für Stefan Effenberg kann das aber auch nicht die Aufgabe von Trainer Thomas Tuchel sein.
Uli Hoeneß kritisierte bereits die Forderungen von Thomas Tuchel nach Verstärkungen. Zwei weitere ehemalige Bayern-Profis legen jetzt nach und fordern ein Umdenken des Trainers.

Wiederholt hat Thomas Tuchel die fehlende Kaderbreite des FC Bayern öffentlich moniert. Dafür wurde der 50-Jährige bereits von Ehrenpräsident Uli Hoeneß kritisiert, der von „unklugen Äußerungen“ des Münchner Trainers sprach.

Auch der ehemalige Bayern-Profi Thomas Strunz kann Tuchels Vorgehen nicht nachvollziehen. „Es ist ein Thema, das intern zu besprechen ist und nicht nach jedem Spiel vor Fernsehkameras. Das führt dazu, dass du dich als Spieler mit Dingen beschäftigst, die einfach unnötig sind“, sagte der Europameister vom 1996 in der Sendung „Sky90″.

Tuchel habe mit seinen Äußerungen „nichts anderes gesagt, als dass alle anderen im Verein, die für Transfers zuständig sind, ihren Job nicht gemacht hätten“, fuhr Strunz fort und betonte: „Das ist Kritik an der Führung, an Kaderplanung, Umsetzung und wer alles dafür verantwortlich ist.“

Hamann kritisiert Tuchel: „Er hat sich nicht entscheiden können“

Die primäre Aufgabe von Tuchel sei es, „für eine gute Stimmung in der Kabine zu sorgen, weil alle drei Tage Top-Leistungen abgerufen werden müssen“, erklärte der 55-Jährige weiter. „Wenn ich aber das Thema immer wieder bespiele, dann habe ich als Spieler vielleicht nur noch 95 Prozent Vertrauen in das, was der Trainer sagt.“

In der Debatte um die dünne Personallage beim FC Bayern äußerte auch Dietmar Hamann bei Sky Kritik an Tuchel. Der Trainer des deutschen Rekordmeisters könne „sich nicht einfach aus der Verantwortung stehlen, denn er war Teil des Transfer-Gremiums. Und er hat sich nicht entscheiden können, wen er wollte.“

Der FC Bayern könne natürlich ein oder zwei Spieler mehr haben, „aber die Spiele bis zur Winterpause werden sie jetzt noch durchbekommen“, befand Hamann und richtete deutliche Worte an Tuchel: „Diese ewige Jammerei, ich kann das wirklich nicht mehr hören.“

Am Sonntag verkündeten die Bayern den Ausfall von Leon Goretzka. Der Nationalspieler zog sich im Bundesliga-Spiel gegen Mainz 05 eine Mittelhandfraktur zu und reiht sich damit in die lange Ausfallliste der Münchner ein. Schon am Samstag blieben auf der FCB-Ersatzbank zwei Plätze frei.