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FC Bayern: Warum Tuchel weitermachen darf, was das mit Flick und Eberl zu tun hat

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FC Bayern: Warum Tuchel weitermachen darf, was das mit Flick und Eberl zu tun hat

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Warum Tuchel weitermachen darf

Nach den bitteren Niederlagen in Leverkusen und Rom wackelt der Trainerstuhl von Thomas Tuchel. Doch noch darf der Coach weitermachen. Das hat diverse Gründe.
Der FC Bayern in der Krise! Die 0:1-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel gegen Lazio Rom hat die Schwächen des deutschen Rekordmeisters einmal mehr offenbart. Ist Tuchel jetzt noch der Richtige?
Stefan Kumberger
Stefan Kumberger
Nach den bitteren Niederlagen in Leverkusen und Rom wackelt der Trainerstuhl von Thomas Tuchel. Doch noch darf der Coach weitermachen. Das hat diverse Gründe.

Mit seiner beruflichen Zukunft wollte sich Thomas Tuchel Mittwochnacht nicht auch noch beschäftigen. Über das Spiel wolle er reden, verkündete der Bayern-Trainer, als er auf der Pressekonferenz gefragt wurde, ob er aktuell der richtige Trainer für den Rekordmeister sei.

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Es wurde deutlich: Tuchel versucht sich aus der Schusslinie zu manövrieren – auch wenn er die unvermeidliche Trainer-Diskussion natürlich wahrnimmt und auch weite Teile der Verantwortung übernimmt.

„Der Schlüssel ist noch nicht gefunden. Das ist definitiv meine Verantwortung“, sagte Tuchel nach der Partie.

Ex-Bayern-Erfolgstrainer Flick wäre verfügbar

Dass der 50-Jährige vorerst weitermachen darf, liegt auch in den Umständen begründet. Schnelle Trainer-Alternativen fehlen derzeit – fast. Denn immer häufiger ist im Umfeld des Vereins ein Name zu hören: Hansi Flick.

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Der ehemalige Erfolgstrainer der Bayern wäre sofort verfügbar und könnte wie schon 2019, als er das Traineramt vom glücklosen Niko Kovac übernahm, für eine Belebung in der verunsicherten Mannschaft sorgen.

Fakt ist: Aufsichtsrat und Ex-CEO Karl-Heinz Rummenigge hält weiterhin große Stücke auf Flick. Der Kontakt zu ihm ist seit dessen Abschied 2021 nie abgebrochen.

Umgekehrt darf man davon ausgehen, dass Flick sich von einem Comeback bei den Bayern überzeugen lassen würde. In München erlebte er seine beste Zeit als Trainer und holte reihenweise Titel – darunter die Champions League im Corona-Jahr 2020.

Bei Flick gibt es auch Probleme

Eine Hürde könnte allerdings Uli Hoeneß darstellen. Der Klub-Patron und mächtige Aufsichtsrat hat SPORT1-Infos zufolge noch nicht wieder ein normales Verhältnis zu Flick.

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Zu tief sitzt offenbar noch der Frust über die Art und Weise von Flicks Abschied vom Rekordmeister.

Damals hatte er die Bayern-Bosse – und hier vor allem den damaligen Sportvorstand Hasan Salihamidzic – öffentlich fast schon vorgeführt und nach dem Aus in der Champions League bei Paris Saint-Germain via Fernsehinterview verkündet, dass er sich Gedanken darüber mache, den Verein zu verlassen. All das während die Verantwortlichen gerade auf dem Weg zum Flughafen waren. Das passierte nicht zufällig. Das nahm ihm Hoeneß übel.

Weiterer Knackpunkt: Flick hat sich einem Bericht des Bezahlsenders Sky zufolge Star-Berater Pini Zahavi an seine Seite geholt. Also jenen Mann, den Hoeneß einst bei SPORT1 einen „geldgierigen Piranha“ nannte.

Eberl als entscheidender Mann?

Die Trainerfrage könnte womöglich von einem Mann entscheidend gelöst werden, der noch gar nicht beim FC Bayern ist: Max Eberl.

Der 50-Jährige wird bei der Aufsichtsratssitzung des FC Bayern am 26. Februar als neuer Sportvorstand berufen werden und soll bereits am 1. März im neuen Job loslegen. Nur vier Tage später steigt das Rückspiel gegen Lazio Rom in der Allianz Arena.

Wenig Zeit für Eberl, abzuklopfen, ob und wie er sich eine Zusammenarbeit mit Tuchel vorstellen kann und wie er die Arbeit des Trainers bewertet.

SPORT1 weiß: Einen Schnellschuss wie 2023, als Julian Nagelsmann entlassen wurde, wird es nicht geben.

Tuchel kann sich derweil auf seine Stärken besinnen und hoffen, dass der Rückhalt aus der Mannschaft noch bestehen bleibt. Thomas Müller bekannte direkt nach der Partie in Rom jedenfalls, dass man sich nicht „zerfleischen“ wolle. Und weiter Richtung Reporter-Schar: „Die [Trainer-]Diskussionen könnt ihr gerne führen, aber wir als Spieler sind da der völlig falsche Ansprechpartner. Es ist auch ein Stück weit respektlos.“ Man stehe zusammen und arbeite auf das nächste Spiel hin.

Das findet am Sonntag in Bochum statt (17.30 Uhr im LIVETICKER). Bei einer Niederlage dort wird sich Tuchel womöglich ausgiebig über seine berufliche Zukunft Gedanken machen müssen.