„Das war schon krass“, sagte Niclas Füllkrug bei 11Freunde mit etwas Abstand zu seinem ersten großen Shitstorm als BVB-Spieler, den er nach dem Elfmeter-Streit mit Jadon Sancho erfahren hatte. „Mit den Reaktionen darauf musste ich auch erst mal umgehen.“
Elfmeter-Ärger um Sancho: "Das war schon krass"
Füllkrug: „Das war schon krass“
Was war passiert? Füllkrug hatte beim BVB-Sieg in Köln am 18. Spieltag einen regelrechten Shitstorm einstecken müssen. Dabei gewann die Borussia das Auswärtsspiel damals mit 4:0, jedoch hatte der DFB-Star darauf gepocht, den Elfmeter zum 2:0 selbst zu verwandeln.
„Wir haben zu dem Zeitpunkt nur 1:0 geführt, Köln hatte kurz zuvor gute Chancen“, erinnerte sich der 31-Jährige, der sich fragte: „Was ist, wenn der Elfmeter nicht reingeht?“
„Das war nicht der Zeitpunkt, um Goodies zu verteilen“, stellte der Stürmer deswegen klar, hatte damals von den Fans aber einen regelrechten Shitstorm einstecken müssen. „Gib mir den Ball“, hatte nämlich Fan-Liebling Sancho zu Füllkrug gesagt, welcher allerdings ablehnte - und deswegen als Egoist bezeichnet wurde.
Füllkrug zieht Vergleich zu Werder-Zeit
„Dann entsteht im Nachgang diese Wahrnehmung, obwohl ich nur meinen Job gemacht habe“, ärgerte sich Füllkrug, der einen Vergleich zu seiner Zeit in Bremen zog: „Bei Werder warst du vorletzter, aber die Leute haben dir morgens beim Bäcker auf die Schulter geklopft, nach dem Motto: Ihr schafft das, wir glauben an euch. Hier schießt du ein Tor und gewinnst, aber beim Bäcker wird gefragt: Was war das denn? Wie konntest du den einen Ball danebenschießen?“
„Da geht es um die Erwartungshaltung und auch um etwas Grundsätzliches“, ordnete Füllkrug die unterschiedlichen Ansprüche der Fan-Lager schließlich ein und betonte: „Damit muss man als Spieler erst mal warm werden.“