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"Krasse Fehlentscheidung“: Tuchel wütet nach Bayern-Pleite

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"Krasse Fehlentscheidung“: Tuchel wütet nach Bayern-Pleite

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„Fehlentscheidung“: Tuchel wütet

Mit einer akrobatischen Rettungstat verhindert Mats Hummels den Bayern-Ausgleich. Münchens Trainer Thomas Tuchel wütet, weil ein Elfmeterpfiff ausbleibt.
TV-Experte Dietmar Hamann hat einen neuen Trainer-Kandidaten für den FC Bayern München in Spiel gebracht…
SPORT1
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von SPORT1

Das 0:2 gegen den BVB im Bundesliga-Topspiel war für Thomas Tuchel ein Stimmungskiller. Doch vor allem eine Szene sorgte bei dem Bayern-Trainer für großen Unmut.

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In der 35. Minute hatte Eric Dier einen Kopfball aus kurzer Distanz Richtung Tor gesetzt, als Mats Hummels artistisch sein Bein in die Höhe riss und den Ball somit klärte.

Tuchel wütet wegen Elfmeter-Szene

„Ich würde einfach nur gerne wissen, ob er ihn mit der Hand berührt. Weil der Grund, weshalb kein Elfmeter gegeben wurde, war, dass er ihn nicht mit der Hand spielt. Das wurde zu uns so kommuniziert und das müsste man überprüfen“, sagte Tuchel bei Sky.

Wenige Minuten zuvor hatte Hummels aber selbst zugegeben, dass es „eine kleine Handberührung“ gegeben habe.

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Deshalb fühlte sich Tuchel um einen Elfmeter betrogen. „Ja, das sieht man auch hier, dass er dran ist. Deshalb finde ich es extrem ärgerlich, weil die Begründung damit komplett falsch ist. Das wurde uns so vom vierten Offiziellen gesagt, der Keller in Köln hat bestätigt, er hat ihn nicht mit der Hand berührt. Das ist natürlich eine krasse Fehlentscheidung, weil dafür ist ja der Keller da.“

Tuchel: „Aber die Hand ist da oben“

Der Coach fühlte sich auch vom vierten Offiziellen an der Seitenlinie hinters Licht geführt.

„Mein Co-Trainer hat mit ihm geredet, weshalb das so ist, weil es für uns klar nach Hand aussah. Er hat das so bestätigt auf Englisch: ‚There was no contact with the hand, that‘s why it was not a penalty.‘ Das ist auf jeden Fall die komplett falsche Erklärung. Das ist auf jeden Fall sehr ärgerlich, denn dafür schauen sie sich ja die Sachen an“, bemängelte Tuchel.

Hummels hatte den Ball mit dem Fuß abgewehrt und von dort war er an seine Hand gesprungen - laut Regelwerk kein Elfmeter.

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„Aber die Hand ist da oben. Da haben wir auch schon Elfmeter gesehen, wo die Regel kommt, es ist eine unnatürliche Handbewegung. Und ich würde sagen hier über dem Kopf ist es mehr als unnatürlich. Und die Erklärung ist einfach katastrophal, weil sie komplett falsch ist. Damit ist es aus meiner Sicht ein klarer Elfmeter“, führte Tuchel mit hochgerissenem Arm aus.

Er trauerte der Szene auch hinterher. „Das war auf jeden Fall eine Schlüsselszene. Wir hatten in der 26. Minute mit Harry die Riesen-Torchance. Klar, mit einem Elfmeter hast du eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er dich zurück ins Spiel bringt.“

Schiedsrichter-Experte erklärt Entscheidungsfindung

Alex Feuerherdt, Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB-Schiedsrichter, bewertete die Situation auf Anfrage von SPORT1 wie folgt: „Nach dem Kopfball von Dier hat Hummels den Ball mit dem rechten Fuß abgelenkt. Anschließend stellte sich die Frage, ob Hummels den Ball danach mit der rechten Hand berührt hat. Nach Wahrnehmung des Schiedsrichters lag kein Handspiel vor.“

Die Entscheidung sei vom VAR anhand mehrerer Kameraeinstellungen überprüft worden. „Der Video-Assistent hat dabei keinen zweifelsfreien Beleg für einen Ballkontakt mit der Hand gefunden. Ohne eine solche bildliche Evidenz für ein Handspiel fehlte die Grundlage für eine mögliche Intervention durch den VAR“, erklärte der Experte.