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Wilde Schlussphase in Bochum: Pechvogel jubelt nach Wahnsinns-Eigentor

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Wilde Schlussphase in Bochum: Pechvogel jubelt nach Wahnsinns-Eigentor

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Wahnsinns-Eigentor in Bochum

Zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Heidenheim ereignet sich eine weitestgehend ereignislose Partie. In der Schlussphase passieren urplötzlich ganz wilde Dinge.
Dass Peter Stöger nicht den VfL Bochum übernehmen wird, verkündete er in der Presse - in Form einer nicht schmeichelhaften Bemerkung.
SPORT1
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von SPORT1

Keven Schlotterbeck trifft hinten und vorne: Der VfL Bochum hat unter dem neuen Trainer Heiko Butscher einen Sturz auf den Relegationsrang verhindert. Die Bochumer trennten sich 1:1 (0:0) vom 1. FC Heidenheim und liegen somit weiterhin auf Platz 15 der Tabelle, warten aber auch nach der Trennung von Thomas Letsch seit sieben Spielen auf einen Sieg. Im Mittelpunkt stand der Verteidiger Schlotterbeck, der erst mit einem absurden Eigentor den Rückstand verschuldete (81.), dann nach einer Ecke den Ausgleich per Kopf erzielte (90.).

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24.414 Fans sahen eine Partie zweier kampfstarker Teams, in der EM-Kandidat Jan-Niklas Beste den FCH in Führung brachte (43.) - das Tor wurde jedoch nach VAR-Eingriff wegen Handspiels aberkannt. Genau wie Takuma Asanos vermeintlicher Treffer für den VfL (63.), weil Anthony Losilla vorher ein Foul begangen hatte.

Deja-vu für Schlotterbeck: „Es ist fürchterlich...“

Besonders kurios: Schlotterbeck hatte in dieser Saison bereits gegen den FSV Mainz 05 ein Eigentor erzielt, nur um anschließend ins „richtige“ Tor zu treffen. Nach einem Eigentor in der 59. Minute erzielte er beim 2:1-Erfolg über die Mainzer schließlich noch den Siegtreffer (82.) - ebenfalls nach einer Ecke, ebenfalls per Kopf.

Nach der Partie wurde Schlotterbeck im Sky-Interview auf sein Fauxpas angesprochen. „Es ist fürchterlich. Der Ball prallt von meinem Bein ab, ich muss das Ding wegjagen - am besten über das Stadion. Ich treffe den Ball nicht, er prallt ab Tor. Was soll ich dazu noch sagen. Es ist fürchterlich!“

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Heidenheim festigte mit dem Punkt seinen Platz im Tabellenmittelfeld und kann nur noch rechnerisch in die Abstiegszone abrutschen. Der Vorsprung auf Bochum beträgt sieben Punkte.

Butscher hatte im Vorfeld angekündigt, nicht „in die Trickkiste greifen“ zu wollen. Und so nahm er nur eine Anpassung in der Startelf vor: Asano ersetzte Moritz Broschinski. Der VfL trat von Beginn an spielbestimmend auf, doch bis auf Losilla (5.) strahlten die Gastgeber kaum Gefahr bei den zahlreichen Standards aus.

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Abstiegssorgen in Bochum verdichten sich

Die Heidenheimer überließen Bochum wohlwollend die Kontrolle, es entwickelte sich ein Spiel mit vielen langen Bällen. Auch, weil der frühere Innenverteidiger Butscher seiner Mannschaft aggressives Anlaufen verordnet hatte, das zu einigen frühen Ballgewinnen - meist durch den lauffreudigen Stöger - führte.

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Der Bochumer Spielmacher sorgte mit einem Schuss ans Außennetz (32.) fast für die Erlösung der Bochumer Fans, die ihr Team trotz des Negativtrends lautstark unterstützen - in der 40. Minute aber zittern mussten: FCH-Torjäger Tim Kleindienst scheiterte mit einem artistischen Kopfball aus sechs Metern am VfL-Keeper Riemann, genau wie Kevin Sessa mit dem Fuß nur wenige Sekunden später. Bestes Erfolg wurde annulliert.

Die Gastgeber erholten sich jedoch von dieser Drangphase und hatten gleich fünfmal durch Asano die Chance, vor der 60. Minute in Führung zu gehen. Einen Flachschuss des Japaners (56.) parierte der Gäste-Torwart Kevin Müller spektakulär mit dem Fuß, das Tor nahm Schiedsrichter Patrick Ittrich nach Ansicht der Bilder zurück.

Der VfL schaltete nun endgültig in den Angriffsmodus, egal ob aus der Distanz oder per Standard. Der Aufsteiger wehrte sich aber erfolgreich und lauerte auf Konter - bis er von Schlotterbecks verunglückter Abwehraktion profitierte.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)