Bei einigen Spielern des FC Bayern München ist nach wie vor unklar, wie es mit ihnen weitergeht. Unter anderem davon betroffen sind Joshua Kimmich, Leroy Sané und Alphonso Davies, deren Verträge im kommenden Sommer auslaufen.
Bayern? „Das passt nicht zusammen“
Der ehemalige Nationalspieler Markus Babbel hat sich nun zu dieser Situation geäußert.

„Das wird spannend, wie die Bayern das machen wollen. Auf der einen Seite wollen sie ja sparen und auf der anderen Seite: Wenn man Kimmich zum Gesicht des Vereins, zum Kapitän und zum Nachfolger von Thomas Müller machen will, warum soll der dann weniger verdienen als jetzt? Das passt nicht zusammen“, sagte Babbel in einem Interview mit ran.
Bayern müsste „horrendes Geld für die Alternativen ausgeben“
Bei Kimmich sei es aber letztlich auch eine Frage des Geldes. „Ob er jetzt München mag oder nicht: Wertschätzung kriegst du schlussendlich übers Gehalt“, stellte Babbel klar.
Ähnliches gelte für Davies und Jamal Musiala, die der Rekordmeister gerne mit einem neuen Arbeitspapier ausstatten würde. Den Bayern sollte dabei klar sein, „dass sie für einen vergleichbaren Ersatz sehr tief in die Tasche greifen müssten“.
„Man würde horrendes Geld für die Alternativen ausgeben müssen, will aber eigentlich sparen“, sagte der 52-Jährige: „Bei einem Linksverteidiger von Davies‘ Niveau sprechen wir von einer Summe ab 60 Millionen aufwärts. Da kannst du das Geld schlussendlich auch dem Spieler geben, den du schon hast und kennst. Daher wird das noch eine ganz verzwickte Geschichte für den FC Bayern.“
Sané? „Da erwarte ich ein höheres Maß an Konstanz“
Das trifft auch auf Sané zu, dem Babbel am Freitag beim 5:1 gegen Leipzig eine „engagierte Vorstellung“ attestierte.
„Aber ich kann meine Einschätzung über ihn nicht von einem Spiel abhängig machen. Und wenn ich das große Ganze betrachte über jetzt fünf Jahre in München, dann ist es mir persönlich einfach viel zu wenig für das, was er gekostet hat und was er verdient. Da erwarte ich ein höheres Maß an Konstanz“, erklärte er.
Wie Babbel betonte, bräuchten die Münchner auch Geld, um andere Spieler zu halten. „Und Sane ist kein Kleinverdiener beim FC Bayern, sondern ein Großverdiener“, fügte er hinzu: „Ich könnte mir da nur eine Verlängerung vorstellen, wenn er zu einem Gehaltsverzicht bereit ist. Ansonsten stehen die Zeichen aus meiner Sicht auf Trennung.“