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BVB: Wie lange geht das noch gut?

Wie lange geht das noch gut?

Vor der Champions-League-Partie bei Tottenham Hotspur hat der glückliche Sieg gegen Bundesliga-Schlusslicht St. Pauli die Schwächen von Borussia Dortmund schonungslos offengelegt.
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Sport, Lars Ricken, spricht über die Saison des BVB und lässt durchblicken, dass er nicht ganz zufrieden ist.
Vor der Champions-League-Partie bei Tottenham Hotspur hat der glückliche Sieg gegen Bundesliga-Schlusslicht St. Pauli die Schwächen von Borussia Dortmund schonungslos offengelegt.

Das Glück ist ausgereizt. Als Emre Can in der sechsten Minute der Nachspielzeit anlief und den Ball zum Dortmunder Siegtreffer einnetzte, war jedem Beteiligten - egal ob BVB oder Pauli-Fan - klar: Dieser Sieg gegen den Tabellenletzten war mehr als glücklich. Und er offenbarte einmal mehr die Probleme der Dortmunder in dieser Spielzeit.

Selbst mit Hilfe der Bilder kann wohl nicht mit 1000-prozentiger Wahrscheinlichkeit aufgeklärt werden, ob das Foul an Maxi Beier außerhalb des Strafraums oder doch minimal knapp auf der Linie war. Schiedsrichter Harm Osmers zeigte dennoch auf den Punkt.

Doch nicht nur die Szene sorgte für große Erleichterung bei den Dortmundern. Nico Schlotterbeck konnte von Glück sprechen, dass er für ein grobes Foulspiel an Pyrka nach 16 Minuten nicht vom Platz flog. Schon beim Spiel am vergangenen Wochenende gegen Eintracht Frankfurt gelang dem BVB erst in der Nachspielzeit (90.+6) der Ausgleich zum Punktgewinn.

Die Dortmunder grüßen zwar weiterhin von Platz zwei der Bundesligatabelle. Spielerisch bleibt es dennoch dürftig. Wie lange soll das noch gutgehen? Darüber diskutieren BVB-Reporter Oliver Müller und SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer in einer neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche“.

Daran hakt es beim BVB

„Nach dem Jahresauftakt gegen Frankfurt war ich eigentlich guten Mutes, dass sie in gewissen Bereichen einen Schritt nach vorne gemacht haben“, sagt Sedlbauer: „Doch nach dem Spiel gegen St. Pauli sehe ich mehr Stillstand als Weiterentwicklung. Gerade offensiv ist das oft harte Kost.“

Auch Müller kritisiert den Spielstil der Dortmunder: „Kaum Tempoverschärfungen, zu wenig Seitenverlagerungen und eine zu hohe Fehleranfälligkeit.“ Selbst ein Zwei-Tore-Vorsprung half dem BVB nicht, das Ergebnis locker über die Zeit zu bringen.

Die beiden Podcaster betonen, dass sich der BVB unter Kovac enorm weiterentwickelt hat, aber vor allem eben nur in der Defensive. „Für mich liegt das auch, aber nicht allein an den Vorgaben von Kovac“, analysiert Sedlbauer: „Die Stabilität in der Defensive ist dafür verantwortlich, dass sie überhaupt so viele Punkte auf dem Konto haben. Für mich ist es auch eine Frage der Qualität - gerade, wenn du einen Gegner wie St. Pauli durch einfache Fehler überhaupt im Spiel und an sich glauben lässt.“

BVB gegen Tottenham unter Zugzwang

Müller bezweifelt indes, ob der BVB seinen Fans mit dieser Mannschaft den langersehnten attraktiven Offensivfußball bieten kann. Der BVB-Reporter sieht das auch als Folge der Transferaktivitäten: „Da fehlt mir in den letzten Jahren die Fantasie. Natürlich ist der Markt umkämpft, aber wirkliche Wow-Spieler gibt es aktuell nicht.“

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Fakt ist: Die Dortmunder haben in den letzten Partien das Glück ausgereizt. Nicht nur die Fans erwarten trotz des ansehnlichen Zwischenstands in der Tabelle in den nächsten Wochen eine Leistungssteigerung. Grund zur Hoffnung dürfte der Ausblick auf das nächste Spiel geben.

„Die besten Leistungen hat der BVB bislang in dieser Spielzeit in der Königsklasse gezeigt“, meint Sedlbauer. Gut, dass der BVB bereits am heutigen Dienstagabend gegen Tottenham Hotspur (LIVETICKER) das Königsklassengesicht zeigen darf.

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