Es war sicherlich keine leichte Aufgabe, die Christoph Freund zu erledigen hatte: Der Bayern-Sportdirektor verkündete auf der Pressekonferenz am Freitagvormittag, dass Leon Goretzka zwar vorerst bleibt, aber seine Zeit an der Säbener Straße im Sommer enden wird.
Bayern und Goretzka gehen den richtigen Weg
Der richtige Weg von Goretzka
Der gesamten bayerischen Führungsriege – und auch dem Spieler selbst – ist es damit gelungen, sämtlichen Spekulationen frühzeitig ein Ende zu bereiten und den Fokus auf das Sportliche zu lenken. Endlich herrscht Klarheit! Angesichts der Verdienste Goretzkas ein harter, aber richtiger Schritt.
FC Bayern: Aus der Müller-Situation gelernt
Bei den Bayern hat man offenkundig aus dem Hin und Her um Thomas Müller im vergangenen Jahr gelernt. Zur Erinnerung: Damals konnte man sich hinter den Kulissen erst nicht auf eine einheitliche Marschroute einigen und gab dann in der Öffentlichkeit ein entsprechendes Bild ab.
Mit der Folge, dass sich Müller schließlich arg vor den Kopf gestoßen fühlte und hitzige Diskussionen folgten.
Dass Goretzka die Furcht vor einer Wiederholung dieses Theaters umtrieb, machte der bald 31-Jährige bekanntlich in seinem jüngsten Interview mit der Zeit deutlich. Diese Angst haben ihm die Bayern-Bosse jetzt genommen. Gut so!
Hoeneß‘ Worte zeigen Wirkung
Einem solchen Szenario wie im Fall Müller geht man nun bewusst und selbstbestimmt aus dem Weg. Es ist eine Marschroute, die auch Uli Hoeneß gefallen dürfte.
Schließlich war es der Klub-Patron, der unter anderem im SPORT1-Doppelpass gefordert hatte, dass der FC Bayern seine Kaderplanung künftig frühzeitig abschließen müsse. Ein erster Schritt dahin ist mit der Verkündung des Goretzka-Abschieds gemacht.