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Hamann wirft FC Bayern verpasste Chance auf spektakulären Torwart-Transfer vor

Hamann: Bayern hat Chance verpasst

Jonas Urbig gilt aktuell als naheliegendster Nachfolge-Kandidat beim FC Bayern für Manuel Neuer. Für Dietmar Hamann ist der frühere Kölner jedoch keine Ideallösung. Er kritisiert die Münchener, eine Transfer-Chance verpasst zu haben.
Jonas Urbig macht bei der Niederlage des FC Bayern gegen den FC Augsburg beim ersten Gegentor keine gute Figur. Haben die Münchner ein Problem, was die Nachfolge von Manuel Neuer angeht?
Jonas Urbig gilt aktuell als naheliegendster Nachfolge-Kandidat beim FC Bayern für Manuel Neuer. Für Dietmar Hamann ist der frühere Kölner jedoch keine Ideallösung. Er kritisiert die Münchener, eine Transfer-Chance verpasst zu haben.

Hartes Urteil von Dietmar Hamann! Der Fernsehexperte lässt einmal mehr kein gutes Haar an Bayerns Ersatzkeeper Jonas Urbig und kritisiert zudem den deutschen Rekordmeister für ein Versäumnis.

Urbig hatte am Samstag bei der 1:2-Heimpleite der Münchner gegen den FC Augsburg, der ersten nach 27 ungeschlagenen Bundesliga-Partien, in der 75. Minute folgenschwer gepatzt, als der 22-Jährige nach einem Eckball daneben griff und so den Ausgleich der Gäste ermöglichte. Bereits eine Viertelstunde zuvor hatte Urbig Glück, keinen Gegentreffer hinnehmen zu müssen, als er einen Schuss nicht festhalten konnte.

Die Unsicherheiten des Bayern-Schlussmanns sorgen für neuen Zündstoff in der Diskussion um die Nachfolge von Manuel Neuer, der noch bis Sommer unter Vertrag steht, aber auch noch mal verlängern könnte. Bislang galt Kronprinz Urbig als heißester Kandidat, um den 39-Jährigen zu beerben – keine Ideallösung für Hamann.

Hamann fällt hartes Urbig-Urteil

„Du brauchst einen robusten Torhüter, auf den du dich verlassen kannst“, betonte Hamann bei Sky90. „Vielleicht kann der Urbig das irgendwann, aber ich habe Bedenken, ob er das schon nächste Saison könnte. Auf der Bank wirst du kein besserer Torhüter, die Erfahrung kriegst du nur im Spiel.“

Nicht zum ersten Mal zeigt sich Hamann skeptisch bei Urbig, bereits im vergangenen Sommer hatte er seine Zweifel: „Im Normalfall sehe ich Urbig nächstes Jahr nicht im Tor, für mich ist das fast ausgeschlossen.“ Auch Ende 2025 fehlte dem TV-Experten die Fantasie für Urbig als Dauerlösung: „Ich glaube nicht, dass die Bayern das machen.“

Sollte Neuer noch eine weitere Saison dranhängen, würden Hamann zufolge Urbigs Karten noch schlechter stehen, dann hätte der frühere Kölner „in zweieinhalb Jahren kaum gehalten, wie soll das gehen? Ich glaube nicht, dass Urbig bei Bayern mal die Nummer eins werden kann“, schlussfolgert der frühere Bayern-Star.

TV-Experte kritisiert Bayern

Vielmehr hätte der souveräne Bundesliga-Tabellenführer laut Hamann im vergangenen Sommer eine goldene Chance verpasst, die Torwartdiskussion für mehrere Jahre ad acta legen zu können. Damals wollte Paris Saint-Germain unbedingt den italienischen Nationaltorhüter Gianluigi Donnarumma loswerden, der dann bei Manchester City anheuerte.

„Ich hätte alles versucht, den Donnarumma zu holen“, betonte der 52-Jährige. „Sie haben für Upamecano 20 Millionen im Jahr hingelegt, sie haben für Musiala Unsummen ausgegeben und Verträge für utopische Summen verlängert, dann sollte das Geld für Donnarumma da sein. Das ist die wichtigste Position. Die Champions League wirst du nur gewinnen, wenn du eine Granate im Tor hast. Mit Donnarumma hättest du fünf oder sechs Jahre Ruhe auf der Position.“