Mit seinem siebten Bundesligator ließ Yan Diomande die Verantwortlichen und Fans von RB Leipzig im Nachholspiel der Bundesliga beim FC St. Pauli mal wieder jubeln. Doch der Senkrechtstarter erzürnte seinen Kapitän David Raum beim 1:1 in Hamburg auch gewaltig. Denn Diomande jubelte zu provokant.
Rüffel für Leipzig-Shootingstar: "Der Jubel muss nicht sein"
„Der Jubel muss nicht sein“
In der 66. Minute kam der 19-Jährige zentral vor dem Strafraum an den Ball, legte sich das Leder noch einmal kurz vor und schloss dann wuchtig ab. Eric Smith fälschte noch leicht ab und so flog das Spielgerät perfekt in den Winkel.
Danach rannte der Ivorer direkt auf die Fankurve des FC St. Pauli am Millerntor zu und hielt sich die Hand an sein Ohr. Von seinen Teamkollegen wurde der junge Star schnell und recht unauffällig in Richtung eigener Bank geleitet.
„Yan trifft ihn gut. Schönes Tor. Der Jubel muss nicht sein, aber da habe ich ihn auch weggeschubst. Man muss nicht provozieren”, reagierte Kapitän Raum bei Sky gereizt auf die Bilder.
Raum knöpft sich Diomande vor
Der deutsche Nationalspieler kündigte eine Ansage in der Kabine an. „Das werde ich dem Jungen auch noch mal sagen. Er ist ein toller Spieler, aber das muss er nicht machen.“
Diomande kam im Sommer für 20 Millionen Euro von Leganés aus Spanien zu den Sachsen und feierte seitdem einen kometenhaften Aufstieg mit acht Treffern und sechs Assists in 20 Pflichtspielen.
Wie die Bild kürzlich berichtete, befassen sich die Münchner Verantwortlichen durchaus mit dem Teenager und sollen intern eine Schmerzgrenze festgelegt haben.
Demnach würden die Bayern maximal 60 Millionen Euro in die Hand nehmen wollen, um sowohl Leipzig als auch Diomande von einem Wechsel zu überzeugen.
Raum verschuldet Ausgleich
Der Rechtsaußen bewies nach dem bitteren 1:1 in der Nachspielzeit durch Martijn Kaars durchaus Größe. Ausgerechnet Raum verschuldete den Strafstoß durch ein klares Foul am Torschützen.
„Wir müssen kämpfen, bis zum Ende kämpfen. Das haben wir nicht. Aber kein Vorwurf an David. Er ist weggerutscht und das kann jedem passieren“, nahm er seinen Kapitän bei Sky in Schutz.