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Nach Tod seiner Frau: Ziege erklärt Gladbach-Rückkehr

Ziege erklärt emotionale Rückkehr

Christian Ziege kehrt gut ein Jahr nach dem Tod seiner Frau in den Fußball zurück. Ein emotionaler Schritt.
Christian Ziege kehrt zu Borussia Mönchengladbach zurück
Christian Ziege kehrt zu Borussia Mönchengladbach zurück
© IMAGO/fohlenfoto
Christian Ziege kehrt gut ein Jahr nach dem Tod seiner Frau in den Fußball zurück. Ein emotionaler Schritt.

Diese Rückkehr ist eine emotionale Angelegenheit. Bis 2008 arbeitete Christian Ziege als Spieler, Sportdirektor und Trainer für Borussia Mönchengladbach. 17 Jahre später ist er zurück an seiner alten Wirkungsstätte. Am Mittwochabend stand er erstmals am Borussia Park wieder auf dem Rasen – als Co-Trainer von Denis Hauswald, seines Zeichens Cheftrainer der U17.

Dabei hatte der Fußball in der jüngeren Vergangenheit im Leben von Ziege kaum mehr eine Bedeutung. Seine Ehefrau Pia, die er 1997 geheiratet hatte, starb im November 2024 nach langer und schwerer Krankheit.

„Ich habe nach dem Tod meiner Frau Pia, um die ich mich zuvor rund um die Uhr gekümmert hatte, erst einmal eine Weile gebraucht, bis Fußball wieder denselben Stellenwert für mich hatte wie vorher“, erklärte Ziege dazu nun der Bild.

U17-Trainer nach Tod von Ehefrau Pia

„Dann habe ich mir ganz simpel gedacht, ich gehe auf den Verein zu und sage, dass ich ganz gerne wieder in dem Bereich, in dem ich mich am besten auskenne, arbeiten würde. Ich habe gesagt: ‚Wenn es eine Möglichkeit gibt, dem Verein zu helfen und ihn zu unterstützen, in welcher Form auch immer, komme ich gerne zurück.‘“

In der Folge gab es mehrere Gespräche, am Ende stand die Anfrage des Klubs, ob er sich mit der Aufgabe als Co-Trainer der U17 identifizieren könne. Eine Frage, die Ziege mit Ja beantwortete.

Seine beste Zeit verbrachte Ziege als Spieler übrigens beim FC Bayern. Warum ist ihm die Rückkehr zu den Fohlen also so wichtig?

Ziege konnte in Gladbach zweite Karriere starten

„Als Profi habe ich in Gladbach nicht mehr so viel leisten können, weil ich mich ja hier dann verletzt habe und aufhören musste. Was mich mit Borussia vor allem verbindet, ist, dass ich hier die Möglichkeit bekommen habe, meine zweite Karriere zu starten.“

Und weiter: „Erst als U17-Trainer, danach als Sportdirektor. Diese Zeit hat unfassbar Spaß gemacht und ich bin noch heute stolz darauf. Mit den Veränderungen nach dem Abstieg in sportlicher Hinsicht und auch von der Herangehensweise ist die Basis von dem, was Borussia heute ist, entstanden. Und ich habe hier viele Menschen, viele Freunde, kennengelernt, mit denen ich eine gute Zeit verbinde.“

Eberl folgte auf Ziege

2008 machte Ziege mit seinem freiwilligen Ende als Sportdirektor den Weg frei für Max Eberl, der seinerzeit noch Nachwuchschef war.

„Ich habe immer gesagt, dass dieser Job keine One-Man-Show ist, sondern, dass wir das zusammen machen. Ich habe aber auch von Anfang an gesagt, dass ich noch meinen Fußball-Lehrer machen möchte – und so ist es dann gekommen, dass er den Job als Sportdirektor übernommen hat. Mich freut es, was er für eine Karriere auf höchstem Level hingelegt hat“, so der 53-Jährige über Eberl.

Übrigens: U17-Coach Hauswald freut sich sehr über den Rückkehrer: „Als junger Trainer kann ich natürlich nur davon profitieren. Ich bin total dankbar, die Möglichkeit zu haben, eine solche Persönlichkeit mit so vielen Erfahrungswerten an meiner Seite zu haben.“