Dieser Temperaturunterschied hat es in sich: Bei angenehmen und sonnigen 15 Grad Celsius stieg der BVB-Tross am Donnerstagnachmittag in Malaga in den Flieger. Bei der Ankunft in Frankfurt - der BVB flog aus Spanien direkt an den Spielort - waren es Temperaturen um den Gefrierpunkt. Nach dem Dauerregen an den ersten beiden Tagen im Trainingslager in Marbella bekamen die Dortmunder aber vor allem die sonnige Seite Spaniens zu spüren.
Wird dieser Umstand dem BVB zum Verhängnis?
Wird „Elli“ dem BVB zum Verhängnis?
Völlig anders sieht es hierzulande aus. Via Instagram teilte die Eintracht bereits am Abend mit: „Rund um den Deutschen Bank Park ist es winterlich und bleibt auch morgen Abend so“. Dazu postete der hessische Klub ein verschneites Bild vom Vorplatz des Stadions. Klar ist: Wintersturmtief „Elli“ beschert den Dortmundern in Frankfurt komplett andere Bedingungen.
Wie schwer fällt dem BVB diese Umstellung?
Wie sinnvoll war diese Maßnahme in Andalusien überhaupt? Lange Zeit wurde beim BVB diskutiert, ob eine Auslandsreise in dieser kurzen Vorbereitungswoche überhaupt Sinn ergeben würde oder nicht.
Doch Trainer Niko Kovac wollte unbedingt ins Trainingslager - wegen der Aussicht auf Top-Trainingsbedingungen und vor allem auch, um das Teamgefüge zu stärken und alle beisammen zu haben.
Die Klub-WM galt hier als perfektes Beispiel. Die Mannschaft wuchs zusammen. Doch wie schwer fällt diese klimatische Umstellung den Spielern?
Kovac wird deutlich: „Die Richtung ist völlig egal“
„Die Richtung ist völlig egal. Ich denke, es ist sehr viel schwieriger von kalt zu warm als von warm zu kalt. Wir sind alle lange genug im Geschäft bzw. wir waren bis vor Kurzem in Deutschland. Da war das Wetter auch nicht so viel schlechter oder so viel besser. Von daher ist das kein Grund“, machte Kovac auf der Pressekonferenz deutlich und betonte, dass alle Spieler – außer Gregor Kobel, der angeschlagen abreist – gesund seien. Denn auch die Erkältungsgefahr war ein Thema.
Diese erwartbaren unterschiedlichen Bedingungen schreckten viele Bundesligisten vor einer Auslandsreise ab. Aufgrund der kurzen Trainingswoche nach Neujahr verzichteten die meisten Bundesliga-Klubs auf eine Reise ins Warme.
Nur sechs Klubs reisten ins Trainingslager
Neben dem BVB flog nur der 1. FC Köln (Benidorm/ Spanien), der VfL Wolfsburg (Lissabon/ Portugal), die TSG Hoffenheim (Girona/ Spanien), Borussia Mönchengladbach (Belek/ Türkei) und RB Leipzig (Almancil/ Portugal) in den Süden.
Dem FC Bayern war es dagegen ganz besonders wichtig, in München geblieben zu sein. Der Rekordmeister betonte sogar, dass die Entscheidung gegen ein Trainingslager in einem anderen Land enorm wichtig gewesen sei.
Als Ausrede will der erste Bayern-Verfolger die unterschiedlichen Temperaturen keinesfalls gelten lassen. Der Auftrag von Niko Kovac ist klar: „Sofort die Maschinen anschmeißen“, drei Punkte gegen seinen Ex-Verein holen und den Abstand auf die Verfolger weiter ausbauen.