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Große Bayern-Show: "In einer anderen Klasse"

Bayern? „In einer anderen Klasse“

Der FC Bayern bezwingt früh dezimierte Hoffenheimer deutlich. Ein Patzer von Manuel Neuer bringt die TSG zwischenzeitlich zurück ins Spiel, jedoch erweisen sich Harry Kane und Luis Díaz als zu stark.
Der Poker um die Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano soll nach fast einem Jahr endlich ein Ende haben. Doch warum hat der Innenverteidiger es bis zur letzten Sekunde so ausreizen müssen?
Der FC Bayern bezwingt früh dezimierte Hoffenheimer deutlich. Ein Patzer von Manuel Neuer bringt die TSG zwischenzeitlich zurück ins Spiel, jedoch erweisen sich Harry Kane und Luis Díaz als zu stark.

Der FC Bayern hat dem Druck standgehalten und die TSG 1899 Hoffenheim im Bundesliga-Topspiel mit 5:1 besiegt. Ganz so einfach, wie das Ergebnis suggerieren könnte, ging den Münchnern das Heimspiel aber nicht von der Hand.

Der Schlüsselmoment der Partie ereignete sich bereits in der 17. Minute. Ein leichtes, aber wohl etwas zu langes Zerren von Kevin Akpoguma am Trikot von Luis Díaz hatte einen Elfmeter und einen Platzverweis zur Folge.

Die Proteste der Hoffenheimer über die strenge und diskussionswürdige, regeltechnisch aber vertretbare Entscheidung von Schiedsrichter Tobias Stieler gingen ins Leere. Harry Kane verwandelte gewohnt sicher vom Punkt, jedoch verlieh das den Bayern zunächst keine Sicherheit.

Neuer-Bock bringt die TSG zurück ins Spiel

„Es sieht zumindest so aus, dass er (der Schiedsrichter, Anm.) es sich nochmal anschauen darf", befand TSG-Torhüter Oliver Baumann: „Ich habe keinen Arm gesehen. Er schiebt ihn, okay, aber dass er ihn so klar runterzieht, sehe ich jetzt nicht.“

Hoffenheims Trainer Christian Ilzer sprach von einer klaren Fehlentscheidung.

Die TSG zeigte sich auch in Unterzahl mutig und kam mehrmals gefährlich vor das Bayern-Tor. Fisnik Asllani traf in der 33. Minute per Kopf die Latte, ehe Manuel Neuer kurz darauf stark gegen Andrej Kramaric parierte.

Nur zwei Minuten später war es aber ausgerechnet Neuer, der Hoffenheim mit einem gewaltigen Schnitzer ins Spiel zurückbrachte. Ein Chip-Pass des Keepers geriet zu kurz und wurde von Asllani erlaufen. Dieser musste nur noch zu Kramaric querlegen, der in der 35. Minute verdientermaßen ausglich. „Das geht klar auf seine Kappe“, machte DAZN-Experte Michael Ballack deutlich.

Bayern schlagen vor der Pause doppelt zu

Kurz vor der Pause musste die TSG aber einen doppelten Schock hinnehmen. Zunächst verursachte Vladimir Coufal mit einem zu ungestümen Einsatz gegen Díaz einen Elfmeter, der von Kane verwandelt wurde (45.), ehe der überragend aufspielende Kolumbianer selbst auf 3:1 erhöhte (45.+2).

Die TSG leistete auch nach der Pause Gegenwehr, jedoch parierte Neuer die beste Chance der Gäste durch Asllani stark. Nur wenige Minuten später sorgte Díaz auf Zuspiel von Kane mit dem 4:1 für die Vorentscheidung (62.).

Die Bayern nutzten die schwindenden Kräfte der zehn Hoffenheimer und dominierten in allen Belangen. Die eingewechselten Lennart Karl und Jamal Musiala wirbelten, jedoch war es erneut Díaz, der kurz vor dem Ende auf 5:1 erhöhte (89.).

Die Münchner stehen bei nun 79 Tore in 21 Spielen: „Die hören einfach nie auf. Wenn es kurz lockerer wird, sind sie sofort wieder da. Sie haben nach vorne immer Hunger“, sagte Trainer Kompany.

Bayern halten Dortmund auf Distanz

In der Tabelle konnten die Münchener mit dem Sieg den Angriff der Dortmunder parieren und den alten Vorsprung von sechs Punkten wieder herstellen. Hoffenheim belegt trotz der Niederlage weiterhin Rang drei.

Mit den heranrückenden Dortmunder habe er sich nicht befasst, sagte Kompany noch: „Wir haben gesagt, dass wir nur mit unserer Leistung beschäftigt sind. Ich habe ganz viel Erfahrung mit diesen Situationen. Egal ob du verlierst oder gewinnst, du musst es sofort vergessen und dann wieder das Beste rausholen.“

TV-Experte Michael Ballack erklärte: „Bayern hat eindrucksvoll wieder ein Zeichen an die Liga gesetzt, dass sie in einer anderen Klasse spielen.“

Unter der Woche droht in Sinsheim dafür neben dem Platz Ungemach. Die Zukunft von Geschäftsführer Andreas Schicker ist im Zuge des internen Machtkampfes offen. Schicker selbst sprach von einer Sitzung, die nun anstehe.