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Bundesliga: BVB-Star liefert sich Streitgespräch mit Reporter

BVB-Star liefert sich Streitgespräch

Borussia Dortmund fährt einen wilden Sieg ein, der nicht ohne strittige Schiedsrichterentscheidungen über die Bühne geht. Ein Star legt sich mit einem Reporter an.
Als Leihspieler hat Aaron Anselmino sich beim BVB in die Startelf gekämpft. Niko Kovac und Gregor Kobel zeigen sich enttäuscht über den Abgang des Argentiniers.
Borussia Dortmund fährt einen wilden Sieg ein, der nicht ohne strittige Schiedsrichterentscheidungen über die Bühne geht. Ein Star legt sich mit einem Reporter an.

Nach dem knappen und teils wilden Sieg gegen den 1. FC Heidenheim wurde Gregor Kobel in den Katakomben des BVB-Stadions noch einmal energisch. Der Torhüter von Borussia Dortmund lieferte sich ein kleines Streitgespräch mit einem Reporter.

Es ging um ein Thema, das Kobel vor einigen Wochen schon einmal öffentlich zur Sprache gebracht hatte, den mangelnden Schutz für Torhüter im Luftzweikampf. Beim 3:2-Erfolg hatte Kobel ein letztlich aberkanntes Gegentor kassiert, bei dem ihm ein Gegenspieler in der Luft in die Quere gekommen war.

„Ich finde, es ist wirklich ein Wahnsinn, dass man über sowas diskutiert“, setzte der Schweizer an und richtete sich dann an den Journalisten: „Ich weiß, du bist wahrscheinlich noch nicht im Tor gestanden oder hast mal einen Ball gefangen, aber wenn du zum Ball gehst, ist das eine sehr filigrane Angelegenheit.“

BVB-Star Kobel: „Dann gibt es Verletzte“

Kobel verwies auf die Football-Liga NFL („das ist mit der physischste Sport überhaupt“) und selbst dort sei es nicht erlaubt, einem Ballfangenden Spieler in die Arme zu greifen: „Und das aus einem guten Grund: Weil die Hände sehr, sehr genau am Ball sein müssen. Wenn du nur einen kleinen Kontakt am Arm bekommst, kannst du den Ball nicht mehr festhalten.“

Wenn ein Gegenspieler einzig in seine „Arme reingehe“, dann müsse das ein Foul sein: „Wenn das kein Foul mehr ist, dann muss ich anfangen, Leute zu killen. Dann brennt es, dann knallt es und dann gibt es Verletzte und das macht gar keinen Sinn.“

Sein Gesprächspartner am Mikrofon bekam nach den Ausführungen noch ein paar weitere direkte Worte ab: „Was denkst du denn, mal ehrlich? Denkst du immer noch, es war kein Foul? Also, meine Antwort ist dir egal? Interessiert dich nicht? Du siehst es besser als ich?“

Der Reporter schilderte seine Sichtweise der Dinge und verwies dabei auch auf eine Szene auf der anderen Seite, wo ein Treffer des BVB nach einem ähnlichen Zweikampf, bei dem sich Heidenheim-Keeper Diant Ramaj behindert fühlte, gegeben wurde.

Heidenheim-Trainer erhebt Vorwürfe - und widerspricht Kobel

„Auf der anderen Seite mit dem Ramaj? Ich kann es nachfühlen, es ist eine schwierige Situation, aber es ist eine andere Situation. Wenn viele Leute da sind, wird das nicht mehr abgepfiffen“, erwiderte Kobel.

Frank Schmidt sah dies allerdings komplett anders. „Wenn man das 1:0 von Dortmund anschaut und unser Tor, unser vermeintliches Tor von Patrick Mainka nimmt, dann sehe ich da keinen Unterschied“, meinte der Heidenheim-Trainer.

Schmidt erhob Vorwürfe gegen das Schiedsrichter-Team. Unterschiede gebe es „ausschließlich in der Bewertung am Ende vom Schiedsrichter, das eine Tor abzupfeifen und das andere Tor nicht abzupfeifen.“

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