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Elfmeter gegen Bayern lässt Gräfe wüten: "Nicht mal Kontakt zu erkennen"

Elfer gegen Bayern lässt Gräfe wüten

Der Hamburger SV holt gegen den FC Bayern einen Punkt. Im Spiel gibt es einen umstrittenen Elfmeter für den HSV. Der ehemalige Schiedsrichter Manuel Gräfe kann den Pfiff überhaupt nicht verstehen.
Nach dem 2:2 gegen den HSV gerät der Schiedsrichter der Partie stark in die Kritik. Auch Sportvorstand Max Eberl zeigt sein Unverständnis über einige Entscheidungen des Unparteiischen und äußert sich nach dem Spiel dazu.
Der Hamburger SV holt gegen den FC Bayern einen Punkt. Im Spiel gibt es einen umstrittenen Elfmeter für den HSV. Der ehemalige Schiedsrichter Manuel Gräfe kann den Pfiff überhaupt nicht verstehen.

Nächster Patzer des FC Bayern in der Bundesliga. Die Münchener kamen beim Hamburger SV nicht über ein 2:2 hinaus.

Nach dem Spiel saß der Frust bei den Spielern und Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters tief. Für viele im Fokus: Schiedsrichter Harm Osmers, der aus Bayern-Sicht einige strittige Entscheidungen traf.

Eine der Aufreger-Szenen war der Elfmeterpfiff gegen Joshua Kimmich in der ersten Halbzeit. Dieser hatte Nicolai Remberg leicht getroffen. Für die Bayern zu wenig für einen Strafstoß.

Diese Meinung teilte auch der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Manuel Gräfe, der den Pfiff bei der BILD deutlich kritisierte: „Kimmich soll einen Elfmeter verursacht haben. In der Zeitlupe ist nicht einmal ein Kontakt zu erkennen. Aber selbst, wenn da noch eine minimale Berührung oder ein Streifen am Schienbein vorgelegen haben sollte. Das ist und das muss ich ganz deutlich sagen, dreckig gezogen.“

Gräfe deutlich: „Diese Elfmeter machen den Fußball kaputt“

„Diese Elfmeter machen den Fußball kaputt. Das nimmt überhand. Wir haben aktuell ein Elfmeterproblem“, legte Gräfe anschließend deutlich nach.

Die Situation im Spiel HSV gegen Bayern seien nur ein Beispiel von vielen. Insgesamt habe es in den vergangenen Wochen zu viele strittige Entscheidungen gegeben: „Insgesamt fehlt einfach eine klare Linie.“

„Die Hamburger hatten in den vergangenen Wochen viel Pech mit Schiedsrichterentscheidungen, aber diese Situationen müssen raus aus dem Fußball“, erklärte Gräfe.

Er wünscht sich für die Zukunft: „Hier gilt es im Zweifel lieber einmal laufen zu lassen. Wenn das klar und offensichtlich auch noch falsch ist, dann kann zur Not immer noch der Videoschiedsrichter eingreifen.“

Foul von Kimmich? Gegner „schmeißt sich sofort hin“

In der besagten Situation hätte sich der VAR aber nicht gemeldet, ist sich der ehemalige Weltklasse-Schiedsrichter sicher: „Ein Elfmeter ist so eine schwerwiegende Strafe. Die darf nur verhängt werden, wenn es 100 Prozent richtig und nachvollziehbar ist.“

Anschließend geht Gräfe mit dem gefoulten Nicolai Remberg hart ins Gericht: „Hier sieht man, dass der Spieler mit links gar nicht auftreten will. Er nutzt diese minimale Berührung, wenn sie überhaupt vorgelegen hat. Man erkennt das nicht mal. Er tritt nicht auf, sondern hebt direkt mit dem linken Bein ab, schmeißt sich sofort ab, tut so schmerzgekrümmt als wenn er mit offener Sohle voll frontal erwischt wurde.“

„Das schadet dem Fußball auf Dauer nur. Wir brauchen Elfmeter, die nur gepfiffen werden, wenn sie ganz klar sind und nicht solche Szenen“, sagte Gräfe.

Eine ähnliche Meinung teilte übrigens auch Bayern-Sportvorstand Max Eberl, der in der Mixed-Zone kritisierte: „Wenn ich jetzt zu viel über den Schiedsrichter sage, dann hat man das Gefühl, wir nehmen das als Entschuldigung. Ich sage einfach: Für das Produkt Bundesliga war es so, dass der Schiedsrichter heute auf sehr, sehr viele Fallen des HSV reingefallen ist, was Zeitspiel betraf.“

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