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Ex-Augsburg-Coach kritisiert Aus von Sandro Wagner: "Sehr schwierig"

Deutliche Kritik an Wagner-Aus

Ex-Trainer Markus Weinzierl kritisiert den FC Augsburg für das letztlich gescheiterte Experiment mit Sandro Wagner. Zudem spricht Weinzierl über seine Zukunft beim FC Bayern.
153 Tage – länger hat es nicht gedauert, das erste Bundesliga-Abenteuer von Cheftrainer Sandro Wagner. Nach acht Pleiten in zwölf Ligaspielen trennt sich Augsburg vom Neu-Coach, von dem man sich so viel mehr versprochen hatte.
Ex-Trainer Markus Weinzierl kritisiert den FC Augsburg für das letztlich gescheiterte Experiment mit Sandro Wagner. Zudem spricht Weinzierl über seine Zukunft beim FC Bayern.

Das Intermezzo von Sandro Wagner beim FC Augsburg hat einen seiner Vorgänger zu deutlicher Kritik an seinem Ex-Klub veranlasst. Markus Weinzierl sieht die Verantwortung für das letztlich gescheiterte Experiment in erster Linie beim Verein.

„Erst einmal war die Entlassung von Jess Thorup sportlich und menschlich in meinen Augen nicht nachvollziehbar“, sagte Weinzierl der Augsburger Allgemeinen und verwies darauf, dass Thorup mit dem FCA zum Abschluss der Vorsaison Platz zwölf belegt hatte.

Wagner-Aus? „Für einen Verein wie den FC Augsburg sehr schwierig“

„Dann wurde Sandro Wagner mit großen Zielen und Tönen verpflichtet. Ihn dann im November mit einer üppigen Abfindung, es waren ja drei Millionen Euro im Gespräch, wieder zu entlassen, halte ich für einen Verein wie den FC Augsburg für sehr schwierig“, sagte Weinzierl.

Wagner musste nach nur vier Siegen in 14 Pflichtspielen Ende November gehen. Für den früheren Assistenten von Bundestrainer Julian Nagelsmann war es der erste Cheftrainerjob in der Bundesliga.

Unter Wagners Nachfolger Manuel Baum hat sich der FCA mittlerweile im Abstiegskampf Luft verschafft. Als Tabellenzehnte liegen die bayerischen Schwaben aktuell acht Punkte vor der Abstiegszone.

FC Bayern: Das sagt Weinzierl zum Campus-Aus

Weinzierl, der den FC Augsburg in der Saison 2015/16 in die Europa League geführt hatte, ist seit September 2024 Leiter des Bayern-Campus. Zum 1. Mai wird er in dieser Funktion von Michael Wiesinger abgelöst.

Den Schritt des Klubs kann der 51-Jährige nach eigenen Angaben nachvollziehen. „Ich kenne die Gedanken dahinter und für mich ist alles gut. Ich übergebe zufrieden mit einer sehr guten persönlichen Bilanz. Ich habe meine Aufgabe bei Bayern München in den letzten Jahren sehr genossen und es hat Spaß gemacht, täglich an der Entwicklung der Talente wie Lennart Karl mitzuwirken“, sagte Weinzierl.

Wie es genau für ihn weitergeht, ist aktuell noch offen. „Wir sind in guten Gesprächen, aber mehr gibt es aktuell noch nicht zu sagen“, sagte Weinzierl.