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FC Bayern: Das Kapitel für Jackson scheint geschlossen

Jackson hat keine Zukunft mehr

Nicolas Jackson bleibt auch nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup ein Bankdrücker. Dass er über den kommenden Sommer hinaus in München bleibt, gilt als ausgeschlossen.
Der FC Bayern ist mit seinem Transfer-Sommer weiterhin großes Thema. Ehrenpräsident Uli Hoeneß spricht im Doppelpass Klartext und bezieht klar Stellung, wie zufrieden der Verein mit seinen Transfers ist.
Nicolas Jackson bleibt auch nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup ein Bankdrücker. Dass er über den kommenden Sommer hinaus in München bleibt, gilt als ausgeschlossen.

Es ist ein Sinnbild, das sich immer wieder neu beobachten lässt: Während die Stars des FC Bayern nach ihren Spielen meist gut gelaunt und teilweise in Grüppchen aus dem Kabinengang kommen, ist Nicolas Jackson vor allem auf sich selbst konzentriert.

Nach dem Sieg gegen Frankfurt (3:2) war der Senegalese der erste Profi, der die Münchner Arena verließ – allein, wort- und grußlos.

Jackson wirkt frustriert – verständlicherweise. Beim deutschen Rekordmeister ist er ein Dauer-Bankdrücker. Seit Saisonbeginn durfte er nur eine Partie über 90 Minuten absolvieren – und zwar beim lockeren Aufgalopp auf Zypern beim FC Pafos (Bayern siegte 5:1).

Auch nach Afrika-Cup weiter Bankdrücker

Besonders bitter: Statt sich im Laufe der Saison immer weiter an den Kader heranzukämpfen, geriet der 24-Jährige zuletzt immer mehr aufs Abstellgleis. Nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup kam er in sieben möglichen Spielen nur viermal zum Einsatz und durfte insgesamt für lediglich 99 Minuten ran.

Eine Situation, die bei einem Spieler Unzufriedenheit geradezu heraufbeschwört. Und eine Situation, die einen Verbleib Jacksons über den Sommer hinaus fast ausschließt. Einem Bericht der Sport Bild zufolge ist Jacksons Unmut mittlerweile im ganzen Verein spürbar.

Zur Erinnerung: Der vom FC Chelsea ausgeliehene Offensivmann könnte vom FC Bayern fest verpflichtet werden. Der Fixpreis, den die Londoner aufrufen, liegt allerdings bei satten 65 Millionen Euro – zu viel für den Geschmack der bayerischen Führungsriege.

FC Bayern: Kompany zurückhaltend

Obendrein wird die Kaufpflicht in seinem Vertrag nicht greifen. Dafür hätte Jackson auf 40 Pflichtspieleinsätze über 45 Minuten kommen müssen – so hatte es Bayerns Klub-Patron Uli Hoeneß Anfang September 2025 im SPORT1-Doppelpass enthüllt. Es ist eine Marke, die von Anfang an als utopisch galt und nicht mehr erreicht werden kann.

Trainer Vincent Kompany gab sich jüngst eher zurückhaltend, wenn er auf Jackson angesprochen wurde – auch wenn er seinen Schützling stets lobt.

„Das Einzige, was ich weiß, ist, dass wir sehr glücklich sind, ihn zu haben“, erklärte der Belgier am Wochenende. Eine Prognose konnte und wollte der Coach aber nicht wagen: „Jede Entscheidung über den Sommer wird mit Nicolas selbst und zwischen den Klubs besprochen. Ich habe jetzt keine Antwort.“

Chance für Jackson

Kompany weiß, dass er Jackson in den kommenden Wochen brauchen wird, deswegen lobt er ihn. Allerdings ist der Weg in die Startelf versperrt. Der Senegalese könnte höchstens dann zu einem Faktor werden, wenn Harry Kane angesichts der bevorstehenden Aufgaben eine Pause benötigt. Im Bundesliga-Alltag könnte der Engländer so manche Pause einlegen, um in den Topspielen bei 100 Prozent zu sein. Auch eine frühe Meisterschaft der Bayern könnte zu mehr Einsätzen für Jackson führen.

Für den Senegalesen zumindest ein Hoffnungsschimmer – schließlich böte ihm das die Gelegenheit, sich dem FC Chelsea oder anderen Klubs mit guten Leistungen anzubieten.

Beim FC Bayern blickt man derweil entspannt auf die Situation. Noch hat man sich SPORT1-Infos zufolge nicht weitergehend mit dem Jackson-Lager ausgetauscht – die Prioritäten lagen und liegen schlicht woanders. An der Säbener Straße scheint man das Kapitel geschlossen zu haben.