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FC Bayern: Matthäus wird bei Urbig deutlich

Matthäus wird bei Urbig deutlich

Für die kommende Saison ist noch nicht sicher, wer das Tor beim FC Bayern hütet. Lothar Matthäus hat eine klare Meinung und sagt auch, was Jonas Urbig noch fehlt.
Bayern-Trainer Vincent Kompany gibt einen kurzen Einblick, wie es um die Entwicklung und Planung seines jungen Torwarts Jonas Urbig steht.
Für die kommende Saison ist noch nicht sicher, wer das Tor beim FC Bayern hütet. Lothar Matthäus hat eine klare Meinung und sagt auch, was Jonas Urbig noch fehlt.

Bleibt Manuel Neuer dem FC Bayern erhalten oder beendet er nach dieser Saison seine Karriere? Noch immer ist die Zukunft des Torhüters beim deutschen Rekordmeister ungeklärt.

Neuers Vertrag läuft im Sommer aus. Ob Bayern aktuelle Nummer eins mit dann 40 Jahren noch eine Saison dranhängt, ist weiter offen.

Geht es nach Bayern-Legende Lothar Matthäus, könne Neuer auf jeden Fall noch ein Jahr weitermachen. „Wenn Manuel Neuer sich entscheidet, noch ein Jahr dranzuhängen, braucht Bayern keinen weiteren Torhüter“, betonte Matthäus in der Sport Bild.

Für Matthäus hängt ein Neuer-Verbleib vom Kopf ab

Sportlich habe Neuer auf jeden Fall noch die Qualitäten. In solch einem fußballerisch hohen Alter spiele aber nicht nur die körperliche Fitness eine Rolle, merkte der Rekordnationalspieler an.

„Ich weiß aus meiner eigenen Karriere, was bei einem 40-Jährigen da mitspielt“, erklärte Matthäus, der selbst bis ins hohe Alter noch für die Bayern spielte. „Bei mir hat der Kopf nicht mehr mitgemacht. Die Motivation hat mir gefehlt“, erinnerte sich der ehemalige Bayern-Spieler.

Schon die täglich gleiche Fahrt mit dem Auto von seiner Wohnung zum Trainingsgelände sei zur Qual geworden: „Ich habe deswegen die Flucht nach Amerika gesucht, einfach noch mal.“

„Von einer Stufe mit Kahn und Neuer ist Urbig noch weit entfernt“

Sollte Neuer noch ein Jahr dranhängen wollen, würde Matthäus an Bayerns Stelle den Torhüter auf jeden Fall halten.

Mit Jonas Urbig steht Neuers designierter Nachfolger schon in den Startlöchern. Von dessen Qualitäten ist Matthäus überzeugt: „Urbig hat mit seinen Leistungen ja teilweise schon gezeigt, dass er das Potenzial für eine zukünftige Bayern-­Nummer-1 hat.“

Aber: „Natürlich braucht ein junger Torhüter das Vertrauen und noch mehr Spiele. Denn von einer Stufe mit Oliver Kahn und Manuel Neuer ist Urbig schon noch weit entfernt.“

Deshalb empfiehlt Matthäus für den Fall, dass Neuer aufhört: „Ich würde im Falle eines Neuer-Rücktritts als Nummer zwei noch einen erfahrenen Torhüter hinzuholen. Mit dem klaren Signal: Hier hat im Tor keiner einen Freifahrtschein! Hol noch einen, und die anderen haben automatisch ein bisschen Feuer unter dem Arsch.“

Nübel? „Kostete Bayern einen Haufen Geld“

Wer könnte dieser erfahrene Torhüter sein? Dafür hat Matthäus noch keine klare Antwort. Es sollte aber definitiv keiner der verliehenen Schlussmänner Alexander Nübel oder Daniel Peretz sein.

„Der kostete die Bayern einen Haufen Geld, wurde schon über fünf Jahre mitbezahlt. Das heißt: So plus/minus hat er bereits 30 Millionen an Geld bekommen und wenig gespielt für den FC Bayern. Ich würde sagen, für Nübel und für Bayern wäre der Verkauf jetzt der richtige Schritt. Was sie ihm in den letzten fünf Jahren überwiesen haben, plus die Signing-Fee, können sie eigentlich mit einer Transfersumme von 30, 40 Millionen wieder rausholen“, sagte Matthäus über Nübel.

Sein Urteil zu Peretz ist sogar noch deutlicher: „Mit Peretz ist es beim FC Bayern vorbei. Du hast ihm in der Vergangenheit in München nicht vertraut. In Hamburg hat er es auch nicht geschafft. Und da soll er auf einmal Champions League spielen? Bayern sollte ihn im Sommer verkaufen.“